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Wuppertals Partnerstädte kämpfen gegen Corona an

Erster bestätigter Fall an einer Schweriner Schule : Partnerstädte kämpfen gegen Corona an

In Schwerin gibt es den ersten Covid-19-Fall an einer Schule.

In Nordrhein-Westfalen hat die Schule wieder begonnen, und während an Rhein, Ruhr und Wupper über die Maskenpflicht diskutiert wird, ist der Schutz vor Ansteckung auch in Wuppertals Partnerstädten nach wie vor ein Thema. So aktuell in Schwerin: In der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns wurde vergangene Woche erstmals an einer Schule ein Corona-Fall bestätigt. Es handelt sich um einen Schüler der siebten Klasse der Werner-von-Siemens-Schule in Lankow. Das Gesundheitsamt hat 42 Kontaktpersonen in der Schule identifiziert und unter Quarantäne gestellt. „Die Schule bleibt geöffnet“, sagt Oberbürgermeister Rico Badenschier. „Die Familie des Schülers hat sich nach Bekanntwerden eines Corona-Falles im privaten Umfeld vorbildlich verhalten und damit eine größere Ausbreitung verhindert.“

Darüber hinaus wurde ein weiterer Fall aus dem privaten Umfeld des Schülers bestätigt. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Infektionen in der Landeshauptstadt auf 119. Insgesamt 113 Personen gelten als genesen.

In Polen enden die Sommerferien für die meisten Schüler zwar erst am 31. August, aber auch während der unterrichtsfreien Zeit gibt es Lern- und Freizeitangebote, wie die Verwaltung in Wuppertals Partnerstadt Liegnitz informiert: So lädt während des Augusts beispielsweise das Open Art Studio zum Unterricht ein, in dem Kinder unter künstlerischer Anleitung gestalterisch tätig werden. Floristik, Keramik oder die Herstellung von Schmuck stehen dabei im Mittelpunkt. Die Kinder sollen lernen, kreativ und schöpferisch zu denken und ihre Gedanken und Gefühle in die Sprache der Kunst zu übersetzen.

Der Unterricht ist kostenlos, aber aufgrund der derzeitigen Hygiene- Anforderungen ist er nur für Gruppen von bis zu sechs Kindern vorgesehen.

Auch in Frankreich sind noch Ferien, und wie in Wuppertal leiden die Menschen in der Partnerstadt Saint-Étienne unter der Hitze. Die dortige Stadtverwaltung rät besonders älteren Menschen zur Vorsicht und bietet eine Hitze-Hotline an, außerdem seien alle Zimmer der städtischen Seniorenwohnheime mit Ventilatoren ausgestattet worden. Man betreue zudem hitzegefährdete Personen, beispielsweise rund 400 Menschen, die Essen auf Rädern erhalten.

Während europaweit die Corona-Zahlen steigen, versuchen die Behörden in Wuppertals nordenglischer Partnerstadt South Tyneside, Ausbrüche lokal besser zu begrenzen, wie die Zeitung The Shields Gazette berichtet. So sei es der Stadtspitze möglich, Veranstaltungen, Parks und andere Veranstaltungsorte, die mit einem Anstieg der Coronavirus-Fälle in Verbindung gebracht werden könnten, schnell zu schließen. Joan Atkinson, Kabinettsmitglied für Gebietsmanagement und kommunale Sicherheit, sagte dem Bericht zufolge, dass der Rat nun über neue Befugnisse verfüge, um das Risiko der Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Die Infektionsraten seien nach dem Höhepunkt des Infektionsgeschehens im Mai, als der Bezirk als eines der am schlimmsten betroffenen Gebiete Englands eingestuft wurde, erfreulicherweise zurückgegangen.