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Wuppertals Nordstädter setzen sich für mehr Klimaschutz im Quartier ein

Projekte im Quartier : Nordstädter setzen sich für mehr Klimaschutz im Quartier ein

Anwohner diskutieren über Möglichkeiten für Car-Sharing und Lastenradverleih. Gründe dafür gibt es genug. Und mit „Fienchen“ gibt es an der Utopiastadt ein gutes Beispiel.

Das Thema Klimaschutz soll in der Elberfelder Nordstadt noch intensiver umgesetzt werden. Die Koordinierungsstelle der Stadt Wuppertal hat dazu das Projekt „Mit Vielfalt gemeinsam – bewusst mobil im Quartier Elberfeld-Nordstadt“ ins Leben gerufen. „Unser zentrales Ziel ist es, Treibhausgasemissionen im Quartier zu verringern“, erklärte die Klimaschutzbeauftragte der Stadt, Andrea Stamm. Das könne etwa dadurch erreicht werden, indem Autos weniger und stattdessen umweltfreundlichere Alternativen genutzt werden.

Vier Aspekte standen am Donnerstag beim ersten Workshop „Kurze Wege für den Klimaschutz“ in der Hermann von Helmholtz-Realschule im Mittelpunkt: Nahversorgung, Mobilitätsverhalten und Klimabildung an Schulen, Ausweitung des Carsharing-Angebots und Aufbau eines Pedelecs- und Lastenradverleihs. An vier Tischen konnten die Teilnehmer über die einzelnen Themen diskutieren und Ideen zu konkreten Projekten äußern, die ihrer Meinung nach für mehr Klimaschutz sorgen könnten. So wurde etwa die Idee einer Mobilitätsstation genannt, für die in der Folge auf einer Landkarte mögliche Standorte gekennzeichnet werden konnten. Die Initiative „Mobiler Ölberg“ verfolgt diese Idee schon länger und hat erste Planungen für eine solche Station am Schusterplatz aufgenommen und bereits erste Entwürfe präsentiert.

Große Unterstützung erfuhr am Abend der Themenpunkt Pedelec- und Lastenradverleih. Für die einzelnen Räder – sechs Pedelecs und sechs Lastenräder sollen angeschafft werden – werden noch Namen gesucht, für den Verleih noch Helfer. Andrea Stamm verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass es aktive Menschen im Quartier Nordstadt brauche, die beim Verleih mitmachen. Einer von ihnen könnte Heiner Flötotto werden. Er erklärte sich dazu bereit, einen Lastenradparkplatz zur Verfügung zu stellen. Christoph Grothe, Initiator und Projektleiter, konnte bereits von seinen Erfahrungen mit dem Lastenfahrradverleih bei der Utopiastadt an der Mirke berichten. Er hofft, dass es durch das Klimaprojekt bald mehr Standorte geben werde.