Wuppertals neues Prinzenpaar stellt sich im Rathaus vor

Brauchtum : Wuppertals neues Prinzenpaar stellt sich im Rathaus vor

Thomas II. und Christin I. läuteten in Barmen den Endspurt der Vorbereitungen auf die Session 2019/2020 ein.

„Für mich ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen“, sagte Thomas Kemsies, der nach erfolgter Prinzenproklamation am 16. November mit seiner Frau Christin bis zum 26. Februar, dem Aschermittwoch, über Wuppertals Narren regieren wird. Und zwar als Thomas II. und Christin I., die am Dienstag mit ihrem Hofstaat und dem Kinderprinzenpaar Xenia I. und Salmon I. und dessen Gefolge im Rathaus beim Oberbürgermeister Andreas Mucke ihren Antrittsbesuch gemacht haben.

Thomas Kemsies ist derzeit 2. Vorsitzender der Weinberger Funken, einer wahren „Prinzenpaar-Schmiede“, die schon im vorigen Jahr mit Stephan I. und Sabine I. der Wuppertaler Narrenschar ein formidables Regentenpaar beschert hatte. „Wir sind bei guter Kondition“, versicherten beide angesichts der rund 150 Auftritte, die das Prinzenpaar bis zum Ende der Session zu absolvieren hat – mit tatkräftiger Hilfe des jeweiligen Hofstaates, dessen Mitglieder gleichfalls vorgestellt wurden.

Zuschuss für den Zug am Rosensonntag wird verdoppelt

Andreas Mucke, ausgewiesener Karnevalsfreund, zeigte sich angesichts des fröhlichen Besuchs bestens gelaunt und sicherte den Karnevalisten für den Rosensonntagszug am 23. Februar eine Verdopplung des Zuschusses zu. Die Politik hat das bereits beschlossen. Wobei der Zuschuss in vergangener Zeit wegen der Haushaltslage halbiert worden war. 5000 Euro sollen den Wuppertaler Rosensonntagszug in Fahrt bringen.

Die Freude auf den kommenden Montag, den Elften im Elften, wenn vor dem Rathaus um 17.11 Uhr der Hoppeditz erwacht, war allen schon anzusehen. Doch es gab auch nachdenkliche Worte, die Wilfried Michaelis, Präsident des CCW (Carneval Comitee Wuppertal) seinem Parteifreund Andreas Mucke (SPD) vortrug. Die betrafen die bürokratischen und sicherheitstechnischen Hindernisse, die die Organisatoren und Planer des Rosensonntagszuges alljährlich zu überwinden haben. „Sicherheit ist wichtig, aber muss man deshalb die halbe Stadt absperren?“, fragte Wuppertals oberster Narr und wies darauf hin, dass es in Wuppertal keine geeignete Halle gebe, in der man Mottowagen für den Zug aufbauen könne. „Bei diesen Rahmenbedingungen haben wir kaum Gelegenheit, hier etwas zu entwickeln.“ Er wünscht sich mehr Unterstützung seitens der Stadt. Hierzu passt auch das Zugmotto für den 23. Februar 2020: „Verlinken, vernetzen, gestalten, wir wollen unseren Zug erhalten.“

Dass der im Herzen vieler Wuppertaler fest verankert ist und liebenswerte Kindheitserinnerungen wachruft, betonte Michaelis gleichfalls in seiner Ansprache. Doch zu aller Beruhigung sei gesagt: Der Zug findet am Rosensonntag statt, und Zugleiter Kurt Frede will den bunten Lindwurm sicher durch die Talsohle geleiten.

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