Wuppertals Hauptbahnhof erhält eine neue Fassade am Erdgeschoss.

Bauarbeiten : Bahnhof: Erdgeschoss mit neuer Fassade

Die Arbeiten dauern länger. Grund sind größere Schäden am Gebäude.

Am historischen Bahnhofsgebäude sind die Arbeiten an der Erdgeschoss-Fassade bereits weit fortgeschritten: An drei Seiten wird der Bahnhof mit neuen Sandsteinplatten verkleidet. Dass diese Erneuerung wesentlich länger als geplant dauert, erklärt die Stadt mit unerwartet großen Löchern in der Fassade.

Die Stadt hat vertragsgemäß die Herrichtung der Erdgeschoss-Front übernommen, die lange von den Anbauten des Bahnhofs verdeckt war. Einen mittleren sechsstelligen Betrag kosten die Arbeiten insgesamt. Die neuen Steine leuchten in hellem Beige bis Gelb. Farblich sei der Sandstein an die Fassade der Historischen Stadthalle angelehnt, erklärt Martina Langer von der Projektleitung Döppersberg. Es sei aber nicht exakt der gleiche Stein, da der Steinbruch von damals nicht mehr existiere.

Für die übrige Fassade
ist die Bahn zuständig

Den darüber liegenden Gebäudeteilen ist ihr Alter weiterhin an der eher dunkelgelb-grauen Fassadenfarbe anzusehen. Dass auch sie einen helleren Anblick bieten könnten, ist hinter den Säulen an der Front des Bahnhofs zu sehen, die den neuen Fassadensteinen sehr ähnlich sehen.

Für die übrige Bahnhofsfassade oberhalb des Erdgeschosses ist aber die Bahn beziehungsweise ein möglicher Investor zuständig, ebenso für eine mögliche Sanierung des Gebäudes.

Die Arbeiten an der Erdgeschossfassade dauern länger als erwartet., beim Start im Frühjahr 2018 hatte die Stadt mit einer Dauer von vier Monaten kalkuliert. Grund für die Zeitverzögerung seien unerwartet viele Hohlräume in der Fassade, die erst verfüllt werden mussten, erläutert Martina Langer. Sonst hätte die Gefahr bestanden, dass die Steine nicht halten und Passanten gefährden.

Zwar hätten sie diese Löcher durch Vorabprüfungen gekannt, aber „der Umfang war deutlich größer als angenommen. Wir haben manches Mal gedacht, wir wären im falschen Film. Die Bausubstanz des Gebäudes ist inhomogen.“ Jetzt will die Stadt Ende Juni oder Anfang Juli fertig werden.

Wenn die Montage der Sandsteinplatten abgeschlossen ist, wird die Stadt noch eine LED-Beleuchtung anbringen, die den Hauptbahnhof in Szene setzen soll. „Das ist dann der Abschluss der städtischen Arbeiten am Bahnhofsgebäude“, sagt Andreas Klein, der bei der Projektleitung Döppersberg für die Bahnhofs-Beleuchtung zuständig ist.

Er erläutert: „Die Lampen werden den Schriftzug „Wuppertal-Elberfeld beleuchten und den Raum hinter den Säulen. Neben dem Portikus werden rechts und links jeweils sechs Lampen angebracht, die die Fassade flächig anleuchten.“ Das Licht werde die Gestaltung der Fassade, die Säulen und Simse, sehr plastisch hervortreten lassen. Ziel sei, den gesamten neuen Döppersberg als einheitliches Ensemble zu gestalten.

Die Beleuchtung kostet „eine mittlere fünfstellige Summe“, sagt Andreas Klein. Der Betrieb der Beleuchtung werde dann von der Bahn bezahlt.

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