Tierwelt Wuppertaler Zoo: Vorerst kein Damenbesuch mehr für Seelöwenbulle Mylo

Zoo. · Damit es keinen Nachwuchs gibt, wurden die Tiere im Grünen Zoo getrennt.

Die Brücke, die beide Gehege der Seelöwen verbindet, ist vorübergehend  hochgezogen.

Die Brücke, die beide Gehege der Seelöwen verbindet, ist vorübergehend hochgezogen.

Foto: Claudia Philipp

Im Grünen Zoo Wuppertal leben die Seelöwen-Weibchen „Pebbles“, „Nike“ und „Kuba“ seit einigen Tagen getrennt von dem Bullen „Mylo“ sowie ihren vier Jungtieren. Die Gruppe Kalifornischer Seelöwen soll laut Zoo im nächsten Jahr nämlich keinen Nachwuchs bekommen.

Seit vielen Jahrzehnten züchtet der Zoo erfolgreich Kalifornische Seelöwen – fast schon zu erfolgreich, denn für die Nachzuchten müssen auch immer freie geeignete Plätze in anderen Zoos zur Verfügung stehen. Geeignet sind nur Einrichtungen, die auch die Haltungsbedingungen des Zooverbands EAZA erfüllen. Ist ersichtlich, dass eine Abgabe an diese Haltung nicht möglich ist, kommt es vor, dass das Europäische Ex-Situ-Programm (EEP), das die Zucht in den Zoologischen Gärten koordiniert, keine weiteren Zuchtempfehlungen für eine Tierart ausspricht.

Aus diesem Grund wurde auch bei den Kalifornischen Seelöwen im Grünen Zoo Wuppertal nun eine Zuchtpause empfohlen, sodass die Tiere kurz vor Beginn der Paarungszeit voneinander getrennt wurden. Im vergangenen Jahr wurden die Weibchen allerdings von „Mylo“ gedeckt, weshalb in den nächsten Wochen noch Nachwuchs erwartet wird.

Die drei männlichen Jungtiere „Jack“, „Sonny“ und „Aday“, die im vergangenen Jahr im Grünen Zoo zur Welt kamen, sind getrennt von ihren Müttern untergebracht und leisten ihrem Vater Gesellschaft. Für die jungen Bullen steht die Zeit der Entwöhnung von der Muttermilch und die Umstellung auf Fisch an. Das zweijährige Seelöwen-Weibchen „Malu“ konnte erfolgreich an einen anderen Zoo vermittelt werden und wird in Kürze den Grünen Zoo verlassen.

Die drei erwachsenen Seelöwen-Weibchen leben nun auf der oberen Anlage, „Mylo“ und die vier Jungtiere können die Besucher auf der unteren Anlage beobachten. Die Brücke, die beide Anlagen sonst miteinander verbindet, ist nun hochgezogen. Normalerweise können die Seelöwen über diese Brücke zwischen beiden Anlagen wechseln. In der oberen Anlage, der ehemaligen Eisbären-Anlage, sind die Seelöwen hinter den großen Scheiben auch unter Wasser zu sehen. Die Tiere haben dort zudem Zugang zu den ehemaligen Innenanlagen der Eisbären und der Mutter-Kind-Anlage.

(Red)
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