Wuppertaler Wirtschaftspreis: Stolz, Freude und Feierlaune

Wuppertaler Wirtschaftspreis: Stolz, Freude und Feierlaune

Die neuen Gewinner freuen sich erstmals, die vorherigen immer noch über die Ehrung.

Wuppertal. Es war bereits kurz vor Mitternacht, als die Feier ein Ende fand. Bis dahin waren die Gäste ins Gespräch miteinander vertieft. Die von Anja Deters (WZ) und Yvonne Peterwerth (Radio Wuppertal) souverän und leichtfüßig moderierte jüngste feierliche Preisverleihung des Wuppertaler Wirtschaftspreises stellte vor 500 Gästen erneut eindrucksvoll unter Beweis, wie beliebt und bedeutsam der Wirtschaftspreis seit dem Start im Jahr 2003 geworden ist — und wie viel diese Auszeichnung den Preisträgern bedeutet.

Klaus Jelich, Bayer-Standortleiter, erzählt, was er sich dachte, als er in den vergangenen Jahren die Laudationes auf andere Unternehmen gehört hatte

Klaus Jelich, Standortleiter des als Unternehmen des Jahres ausgezeichneten Bayer-Werkes, machte kein Geheimnis daraus, wie stolz er auf diesen Preis ist. Und er verriet, schon bei den Preisvergaben der vergangenen Jahre immer gedacht zu haben: „Das passt auch gut auf uns. Und eigentlich würden wir diesen Preis auch gerne erhalten.“ Nun ist es Bayer im Jubiläumsjahr gelungen, den 150. Geburtstag zu krönen.

Christin Ternai vom Jungunternehmen des Jahres TFI

Christian Ternai und Steffen Braun, Gründer von Task Force Internet (TFI) erhielten den Preis als Jungunternehmen des Jahres. Und sie gaben das Lob an die Stadt zurück: Wuppertal sei eine Stadt, die junge Unternehmen lockt, beste Voraussetzungen biete und Neuem gegenüber aufgeschlossen sei. „Eine Stadt, die Innovation aus Tradition fördert.“ Und schließlich habe das auch dazu geführt, dass die von TFI entwickelte Personalentwicklungs-Software von Wuppertal aus erst in der Region und dann international Kunden finde.

Einen riesigen Dank gab es auch von Jörg Hillebrand und Ralf Wirkner vom mit dem Stadtmarketingpreis geehrten Sinfonieorchester. Sie würdigten den Einsatz der Stadt um den Erhalt des Orchesters in der jetzigen Form. „Wir sind ein Orchester aus Wuppertal und für Wuppertal und wollen das auch gerne bleiben“, sagten sie.

Voll des Lobes auch die Preisträger des vergangenen Jahres: Timo Beelow von Crossboccia berichtete über eine gestiegene Nachfrage nach den Boccia-Geräten. Endkunden und Unternehmen seien darauf aufmerksam geworden.

Ernst-Andreas Ziegler, Geschäftsführer der Junior-Uni

Der Junior-Uni hat der Stadtmarketingspreis im vergangenen Jahr nach Angaben von Geschäftsführer Ernst-Andreas Ziegler „geholfen, noch mehr Geld zu finden.“ Er zeigt sich zudem überzeugt davon, dass die Junior-Uni nur in diesem besonderen Wuppertaler Umfeld gegründet werden konnte.

Für die Netzkern AG, vorjähriger Sieger in der Kategorie Unternehmen des Jahres, hatte die erhöhte Medienpräsenz nach der Preisverleihung ganz konkrete Auswirkungen. Nach Angaben von Thomas Golatta und Daniel Schulten stieg die Zahl der Initiativ-Bewerbungen deutlich. Und das auch jetzt weiter wachsende Unternehmen stellte zusätzlich ein. Vor einem Jahr waren es 32, jetzt sind es 44 Mitarbeiter.

Mehr von Westdeutsche Zeitung