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Wuppertaler Weihnachtsmarkt-Check: Wo weihnachtet es - und wo nicht?

Lichtermarkt vs. Weihnachtsmarkt : Wuppertaler Weihnachtsmarkt-Check: Wo weihnachtet es - und wo nicht?

Unser Autor hat Lichtermarkt in Elberfeld und Barmer Weihnachtsmarkt verglichen. Und einige Vor- und Nachteile gefunden.

Die Tatsache, dass der diesjährige Elberfelder Lichtermarkt etwa 70 Buden hat, fällt in der Realität zunächst überhaupt nicht auf. Spaziert man die Alte Freiheit vom Döppersberg Richtung Poststraße zum Kerstenplatz hinunter, stellt man sich unwillkürlich zwei Fragen. Erstens wundert man sich, wo der Lichtermarkt eigentlich konkret beginnt. Und zweitens fragt man sich, wo er wieder aufhört. Denn hat man es bis zum Neumarkt geschafft, auf dem noch ein Fahrgeschäft steht, kann man nämlich wieder umdrehen und noch die Buden am Turmhof und an der Herzogstraße mitnehmen – bis man auf dem Von-der-Heydt-Platz mit der Weihnachtsbühne strandet.

Das hat zwar einerseits den Effekt, dass man immer noch etwas hinter der nächsten Ecke zu entdecken glaubt. Auf der anderen Seite will dadurch kein richtiges Markt-Gefühl im Vergleich zum Barmer Weihnachtsmarkt aufkommen. Dazu stehen die Buden in Elberfeld zu weit auseinander. Und obwohl die Lichter auf den Buden blinken und auch die großen Weihnachtsbäume an den entsprechenden Stellen ihre Atmosphäre verbreiten, fehlt doch dazu auch eine helfende Straßenbeleuchtung.

Das kulinarische Angebot auf beiden Märkten ist „klassisch“

Insgesamt wirkt die Dekoration und die Dekorationsdichte im direkten Vergleich mit Barmen auch spärlicher. Was bei beiden Märkten positiv auffällt: Man wird nicht an jeder Bude mit den weihnachtlichen Evergreens beschallt. Dass das kulinarische Programm dagegen groß ausfällt, ist gewollt. Früheren Informationen der Stadt zufolge dürfen auf bis zu 70 Prozent der Nettonutzfläche der jeweiligen Märkte Bratwurst, Backfische und Glühwein angeboten werden. Dabei fallen laut Verwaltung Süßwarensortimente nicht einmal unter die Regelung. Und beim Gang über den Lichtermarkt merkt man dies deutlich. Alle paar Meter kann man Bratwurst vom Schwenkgrill bekommen oder einen Glühwein trinken. Generell sollte man aber keine große Abwechslung beim Essen und Trinken erwarten, auf beiden Märkten ist das Angebot „klassisch“. Angenehm ist dabei aber, dass der Anteil an Plastik-Einweggeschirr deutlich geringer geworden ist. Bratwurst und Pommes gibt es in Elberfeld wie in Barmen aus der Pappschale mit Holzgabeln.

Nur der Anteil an nicht-gastronomischen Buden ist im Vergleich größer. Es gibt Schmuck und Kleidung in größerem Umfang als in Barmen.

>>>Hier finden Sie eine Übersicht über alle Weihnachtsmärkte in der Region.