1. NRW
  2. Wuppertal

Wuppertaler Utopiastadt sammelt Spenden, um zu überleben

Stadtteil-Kultur in Wuppertal : Utopiastadt sammelt Spenden, um zu überleben

Das Café Hutmacher hat wieder geöffnet. Doch der Betrieb läuft erst langsam wieder an.

Auch die Utopiastadt hat die Corona-Krise getroffen. Und um die aufgrund der Pandemie wegfallenden Einnahmen ersetzen zu können, läuft bereits seit März eine Spendenkampagne auf gut-fuer-wuppertal.de.

„Spread the Word, not the Virus!”, das sei aktuell das Motto mit dem man dem Corona-Virus den Kampf ansagt. David J. Becher, einer der drei Vorstandsvorsitzenden des Fördervereins von Utopiastadt, hofft das mit dieser Spendenaktion der Betrieb aufrechterhalten werden kann. „Da die Arbeit zum Beispiel bei Langezeitprojekten eh ehrenamtlich läuft, funktioniert die Finanzierung dieser so oder so über Spenden.“

Und aus diesem Grund wurde schon zu Beginn von Corona im Verein darüber nachgedacht, wie die Utopia-Stadt weiterhin als Ort der Gemeinschaft bleibt. Und vor allem eben wie der „Lockdown“ finanziell überlebt wird. Denn die laufenden Kosten, sprich Versicherungen, Steuern, Verwaltung, Strom, Wasser, Flächenkredite, Entsorgung und insbesondere der Lohn für die Mitarbeiter mit festen Stellen oder Werksverträgen, bleiben bestehen.

„Daher haben wir den Spendenaufruf für den gesamten Betrieb der Utopia-Stadt relativ schnell in die Tat umgesetzt“, betont Becher. Rund 10 000 Euro werden ungefähr für einen halben Monat Ausfallhilfe des Betriebs benötigt, erklärt er weiter. Ein halber Monat ist bereits finanziert. Und mit den bisherigen Spenden ist er äußerst zufrieden, sagt er und ergänzt: „Wir sind sehr dankbar und ich hoffe, dass diese Unterstützung auch nach Corona bestehen bleibt.“

Das Café Hutmacher im Mirker Bahnhof, das als unabhängiger Betrieb inmitten der Utopia-Stadt beheimatet ist, hat inzwischen wieder geöffnet, wobei es in den ersten Wochen noch etwas langsam lief, so Becher.

Das bekannte Reperaturcafe findet auch wieder statt, allerdings nur mit vorheriger Anmeldung. Und auch nur online via Videokonferenz. „Weiterhin gibt es ein virtuelles Kooperationstreffen lokaler Gastronomen und eines von lokalen Kulturschaffenden, eine lokale Kultur-Streaming-Plattform und organisierte Einkaufshilfen für Risikogruppen. Zudem machte Utopiastadt am „Wir vs. Virus“ Hackathon der Bundesregierung mit, bei dem Konzepte im Umgang mit Corona gesammelt wurden.

Für das Ende der Corona-Krise garantiert er eine große Party in Utopiastadt. „Aber natürlich erst, wenn keine Mindestabstände mehr nötig sind“, fügt er hinzu.

Spenden für die Utopiastadt kann man unter: vs

www.gut-fuer-wuppertal.de/projects/78365