1. NRW
  2. Wuppertal

Wuppertaler Unternehmen verzeichnet in der Pandemie Rekordwachstum

Geschäftsbericht : Vorwerk legt Rekordbilanz für 2020 vor

Die Vorwerk Gruppe verzeichnet in der Corona-Pandemie eine überaus erfolgreiche Entwicklung. Der Gesamtumsatz des Wuppertaler Familienunternehmens stieg 2020 um 8,6 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro und lag damit deutlich über den Erwartungen.

Etwa die Hälfte des Umsatzes wird über den Verkauf des Thermomix (plus 24,9 Prozent) erzielt. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres liegt der Umsatz der Vorwerk Gruppe um mehr als 30 Prozent über dem Volumen des Vorjahreszeitraums.

Reiner Strecker kündigte im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz am Mittwoch seinen Rückzug als persönlicher Gesellschafter nach nunmehr zwölf Jahren aus persönlichen Gründen an. Zu seinem Abschied gab Strecker Rekordwerte für die Vorwerk Gruppe bekannt und stellte in Aussicht, dass für 2021 der Umsatz auf über 4 Milliarden Euro steigen könne. Angaben über Gewinne macht Vorwerk nicht. Zu erfahren ist lediglich, dass die Umsatzrendite im zweistelligen Bereich liegt und die Eigenkapitalquote auf 27 Prozent gesteigert werden konnte.

„Wir haben schnell und effizient auf die weltweite Corona-Pandemie reagieren können”, so Reiner Strecker. Die Vorwerk Gruppe wird sich außerdem gesellschaftsrechtlich neu aufstellen und als Vorwerk SE & Co. KG firmieren. Sitz der Gruppe ist weiterhin Wuppertal, Vorwerk bleibt auch in Zukunft ein Familienunternehmen.

Geführt wird die Gruppe in Zukunft von einem dreiköpfigen Management-Team mit Thomas Stoffmehl als CSO und Sprecher, Thomas Rodemann (COO) und Hauke Paasch (CFO). „Wir haben uns bereits in den vergangenen zwei Jahren intensiv mit der Frage befasst, wie sich ein modernes, flexibles, agiles und zukunftsfähiges Unternehmen aufstellen soll. Schwerpunkt war dabei der weitere Ausbau der digitalen Angebote als Ergänzung und Unterstützung des personengestützten Direktvertriebs“, sagt Thomas Stoffmehl. Der Zuwachs von 11600 Kundenberaterinnen und Kundenberatern sei ein Grund, warum die Nachfrage nach den Haushaltsgeräten von Vorwerk in der Pandemie so stark angestiegen sei. Weltweit beschäftigt Vorwerk rund 12 000 Mitarbeiter, weitere 570 000 Kundenberater sind im Direktvertrieb im Einsatz.

Die Produktionsstätten sind aufgrund der starken Nachfrage nach Thermomix, Kobold und Co. stark ausgelastet. Kurzfristig sind aber keine weiteren Produktionsstätten geplant. Hier verweist Reiner Strecker auf große Investitionen in den vergangenen Jahren, unter anderem in das Werk Wuppertal-Laaken. ab