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Wuppertaler Tafel benötigt dringend eine Kistenspülmaschine

Spendenaufruf : Wuppertaler Tafel benötigt dringend eine Kistenspülmaschine

Die Helfer geben täglich Lebensmittel an rund 6500 Haushalte aus – jetzt brauchen sie selbst Unterstützung.

Jeden Tag fahren die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Wuppertaler Tafel rund 60 Supermärkte und Lebensmittelläden an, um dort Spenden abzuholen: Brötchen, die bis zum Abend übrig geblieben sind, Gemüse, das schon etwas länger liegt, Joghurt kurz vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums. Alles wird in Kisten gepackt und zur Zentrale der Tafel am Rauen Werth gebracht. Dort werden die Lebensmittel sortiert und weiterverteilt: Einen Teil der Waren verarbeitet die Kantine der Tafel zu Mittagessen, Frühstück oder Abendessen weiter. Anderes gibt sie in den Tafelläden direkt an ihre Kunden ab.

Alle Lebensmittel werden in hygienischen Kisten transportiert. Damit diese Kisten jedoch immer sauber und keimfrei bleiben, müssen sie nach jeder Benutzung gespült werden. Bisher passiert das per Hand – ein großer Aufwand. Jetzt bittet die Wuppertaler Tafel auf der Internet-Plattform „Gut für Wuppertal“ um Spenden für eine Kistenspülmaschine.

„Das würde uns die Arbeit deutlich erleichtern“, sagt Verwaltungsleiter Zülfü Polat. Außerdem dosiere die Maschine das Reinigungsmittel richtig und halte eine gleichbleibende Temperatur – gerade auch in Zeiten von Corona ein wichtiger Punkt.

Das Gerät kann bis
zu 20 000 Euro kosten

Doch diese Geräte sind teuer: Selbst eine gebrauchte Kistenspülmaschine kostet noch 17 000 bis 20 000 Euro. Bisher sind auf Gut für Wuppertal noch nicht einmal 1500 Euro zusammengekommen. Doch für die Einrichtung ist diese Arbeitserleichterung wichtig. „Wir unterstützen jeden Tag rund 6500 Haushalte mit Lebensmitteln. Und wir müssen immer genügend saubere Kisten für den Transport bereit haben“, betont Zülfü Polat. „Manchmal tauschen wir die Kisten auch in den Märkten aus, stellen die leeren hin und nehmen volle mit. Da wollen wir natürlich saubere Kisten hinterlassen.“ 200 Kisten werden jeden Tag gespült, damit der große Warenumsatz funktioniert.

Denn der Bedarf an kostenlosem Essen reißt nicht ab. Seit 25 Jahren versorgt die Wuppertaler Tafel bedürftige Menschen mit Essen und gehört inzwischen zu den größten Tafeln in Deutschland. Inzwischen müssen die Kunden in den Tafelläden einen Euro pro Einkauf bezahlen. In der Kantine gibt es täglich, 365 Tage im Jahr, ein warmes Mittagessen. Dort werden bis zu 800 Mahlzeiten am Tag verteilt. Auch eine spezielle Kindertafel mit Hausaufgabenbetreuung bietet die Tafel an.

Außerdem braucht die Wuppertaler Tafel derzeit dringend weiteres Desinfektionsmittel und Mund-Nase-Masken, um alle Hygienebestimmungen im Haus einzuhalten. Auch dafür bittet sie um Spenden – sowohl finanzieller Art als auch um Sachspenden.