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Wuppertaler Studenten wollen älteren Menschen in der Corona-Krise helfen

Solidarität : Studenten wollen älteren Menschen helfen

Bilal Daoud (23) und seine Mitstreiter bieten Einkäufe und Besorgungen an.

„Studenten für Senioren“ – unter dem Motto will der Wuppertaler Maschinenbau-Student Bilal Daoud (23) seinen Beitrag in der Coronakrise leisten und älteren Menschen anbieten, dass Studenten für sie einkaufen gehen. Er greift die Idee seines Halbbruders Fadi Mansour (31) auf, der ein solches Angebot auch im Raum München macht.

Fadi Mansour ist wie Bilal Daoud in Wuppertal aufgewachsen, ging nach dem Abitur nach Aachen und dann nach München. Durch zwei ältere Bekannte ist ihm die derzeitige schwierige Lage deutlich geworden, in der Senioren aktuell stecken, wenn sie möglichst nicht nach draußen gehen sollen. Und er merkt auch, dass sich einige scheuen, Hilfe anzunehmen. Dem will er entgegenwirken, ihnen Mut machen, sich helfen zu lassen. Er hat Zettel in München verteilt, auf denen er seine Idee bekannt macht.

Schnell hätten sich weitere Studenten angeschlossen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, berichtet er. Senioren riefen derzeit vor allem vorsorglich an. „Sie sagen, dann habe ich jemanden, an den ich mich wenden kann.“ Einkäufe erledigten sie bis jetzt für vier Personen.

Übergabe möglichst
ohne Kontakt

Um die Idee bekannter zu machen, holte er seinen Halbbruder mit ins Boot, der in Wuppertal lebt und studiert. Der will hier nun das Gleiche anbieten: „Studenten und Senioren können mich anrufen, dann vermittle ich einen Studenten an den jeweiligen älteren Menschen in der Nähe“, erklärt Bilal Daoud. Die Studierenden können einkaufen oder auch Medikamente aus der Apotheke besorgen.

Wie genau die jeweilige Übergabe stattfinden soll, sei noch nicht bis ins Letzte geplant. „Wir werden es vielleicht so machen, dass wir die Lieferung vor die Tür stellen, dann klingeln, aber gehen, bevor die Tür geöffnet wird“, erklärt er. Denn es soll ja eine direkter Kontakt vermieden werden. Wenn sich die Studenten vorher telefonisch kündigen, könnten die Senioren das Geld schon vor die Tür legen.

15 Studierende haben sich schon bei ihm gemeldet, jetzt lädt er ältere Menschen oder solche mit Vorerkrankungen ein, sich ebenfalls zu melden. Er verteilt Zettel mit abreißbaren Telefonnummern und wendet sich an Senioreneinrichtungen.

Bilal Daoud sagt: „Es ist wichtig, dass jeder etwas beiträgt, diese Krise zu überstehen.“ Ältere Menschen seien derzeit besonders betroffen, denen wollten sie helfen.

Wer Interesse hat, kann sich an ihn wenden unter der Telefonnummer 0176 - 233 416 30.