Wuppertaler Studenten bauen Minifabriken für Bio-Eier

Wuppertaler Studenten bauen Minifabriken für Bio-Eier

Drittsemester treten im Wettbewerb des Studiengangs Industrial Design an.

Wuppertal. Die fünf Maschinen im Foyer des Gebäudes I der Bergischen Uni erinnern etwas an Lottoziehungsgeräte — und etwas Glück brauchen die Protagonisten des id-Kachelcross-Wettbewerbs an diesem Tag auch. Studenten des Bereichs „Industrial Design“ sollen eine Minifabrik eines imaginären Bio-Unternehmens nachbauen und eine vollautomatische Verpackungsmaschine vorführen, die 300 Eier in Kartons verteilt. Um keine Lebensmittel zu verschwenden, simulieren Tischtennisbälle die Bio-Eier.

In fünf Teams treten die Drittsemester gegeneinander an: Seit Weihnachten hatten sie an den Apparaten gearbeitet. Eine Jury bewertet die Maschinen in sieben Kategorien. Die Versuchsanordnungen der Studenten sind imposant und technisch durchaus ausgefeilt. Was in der Theorie und vom Design her Sinn macht, muss in der Praxis nicht immer funktionieren. Da haken die Bälle bei der Aufnahme in einen Transportschacht, da kommt das Transportgut zu schnell aus den Schächten und springt neben die Kartons.

Seit mehr als zehn Jahren veranstaltet der Studiengang diesen Wettbewerb. „Wir stellen den Studierenden eine eigentlich unmögliche Aufgabe“, verrät Professor Gert Trauernicht vom Fachbereich F — Industrial Design, der den Wettbewerb moderiert und mit bewertet. Ziel sei es, eine industrielle Lösung für ein „absurdes Problem“ zu entwickeln und einen funktionierenden Prototyp zu bauen.

Am besten löst die Herausforderung das Siegerteam „Eggscelent“: Es hat einen Apparat konstruiert, bei dem die Bälle über Transportschläuche auf die Eierkartons verteilt werden, die sich auf einer großen Scheibe drehen. Immerhin rund 50 Eier können die Studenten in die Kartons bringen. Teammitglied Adrian Heymann ist zufrieden. „Einige Tücken könnte man beseitigen, aber sonst hat es funktioniert.“

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