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Wuppertaler Stefan Mageney: Corona-Shirts für einen guten Zweck

Pandemie : Corona-Shirts für einen guten Zweck

Der Erlös der Aktion von Sänger Stefan Mageney geht an „Wuppertal hilft“.

Es war ein schwerer Krankheitsverlauf, der die Gesundheit von Stefan Mageney bis heute beeinträchtigt. Anfang September erkrankte der bekannte Musiker und „Wuppertal hilft“-Organisator an Covid-19. Mageney arbeitet auch als Hochschul-Dozent für Wirtschaftspsychologie und hatte sich nach eigenen Angaben in einer seiner Vorlesungen bei einem Studenten angesteckt. Anschließend erlitt der 52-Jährige eine schwere Lungenentzündung und musste längere Zeit im Krankenhaus verbringen. „Dabei hatte ich keine Vorerkrankung, war gesund und fit“, betont er.

Emotionaler Appell ging in den sozialen Medien schnell viral

Nach wie vor hat Stefan Mageney mit den Folgen seiner Erkrankung zu kämpfen. „Die Lunge ist angegriffen, Singen geht im Moment nicht, außerdem habe ich keinen Geruchs- und Geschmackssinn“, berichtet er. Seinen Frust über egoistisches Handeln während der Pandemie verarbeitete Mageney in einem knapp 20-minütigem Video. Der emotionale Appell ging in den sozialen Medien schnell viral und wurde bisher rund eine halbe Million Mal angeklickt.

„Sogar das Bundesgesundheitsministerium hat mich zu einem Interview eingeladen“, berichtet der engagierte Wuppertaler. Besonders hart geht er im Video mit Besserwissern und selbsternannten Experten ins Gericht. Diese hätten keine seriösen Antworten auf die drängenden Fragen angesichts stark steigender Corona-Zahlen. „Woher denn auch mit nur einer Gehirnzelle“, stellt Mageney provokant fest. „Gerade diese Aussage hat anscheinend einen Nerv getroffen“, berichtet er. Neben einiger Kritik habe es viel Zustimmung gegeben.

Dadurch sei die Idee entstanden, aus dem Satz einen eigenen Slogan zu machen. Stefan Mageney gestaltete dazu ein Logo, das eine Gehirnzelle mit Gesicht zeigt. Das Logo ziert mittlerweile T-Shirts, Tassen und Gesichtsmasken. Die Produkte sind über die Facebook-Seite des Rocksängers zu beziehen. Die Resonanz sei bereits erfreulich. „Wir haben schon Bestellungen aus ganz Deutschland, aus Frankreich und der Schweiz“, so Mageney. Er will mit der Aktion ein klares Zeichen setzen. „Es soll deutlich werden, dass wir mehr und lauter sind, als die Verschwörungstheoretiker“, betont er.

Geld verdienen möchte Stefan Mangeney an dem Merchandise nicht. „Wenn ich in die Gewinnzone komme, geht der Erlös an ‚Wuppertal hilft’“, so der Veranstalter des Benefiz-Festivals. Dieses wird jährlich für den guten Zweck in der Uni-Halle organisiert. Bei der letzten Auflage gingen die Einnahmen an den Verein Vohwinkeler Kinder-Tisch.