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Wuppertaler Stadtwerke setzen Reisebusse als Schulbusse ein

Corona : WSW setzen Reisebusse als Schulbusse ein

Als Lösung gegen überfüllte Schulbusse planen die Wuppertale Stadtwerke den Einsatz von Reisebussen. Die Stadt will den Mietpreis vom Land zurückfordern.

Die Stadt Wuppertal hat auf die anhaltende Kritik von Eltern an überfüllten Schulbussen reagiert und von den Wuppertaler Stadtwerken ein Konzept gefordert, wie das Problem gelöst werden kann. Das Ziel müsse sein, den sogenannten Schülerspezialverkehr aber auch einzelne Strecken des Linienverkehrs zu entlasten und den Pendlern die Möglichkeit zu geben, ausreichend Abstand zu halten.

Die WSW haben der Stadtspitze bereits einen Vorschlag vorgelegt, der laut Stadtdirektor Johannes Slawig die Anmietung von acht bis zehn Reisebussen vorsieht. „Die Reiseunternehmen haben derzeit ja Kapazitäten“, erklärt Slawig. Die Idee, Reisebusse für den Schülerverkehr anzumieten, hatte Rüdiger Bein, Schulpflegschaftsvorsitzender, bereits vor ein paar Tagen im Gespräch mit der WZ genannt, nachdem sich Eltern besorgt über die überfüllten Schulbusse gezeigt hatten.

Bis Ende der Woche sollen die WSW ein Konzept vorlegen, auf welchen Strecken und Linien zusätzliche Busse benötigt werden. Die Finanzierung ist zunächst über die Stadt geregelt, doch wolle man „die Kosten beim Land NRW zurückfordern“, erklärte Slawig.

Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) zeigte sich zufrieden mit der schnellen Lösung. „Bisher waren die Busse so voll, dass Abstand halten nicht immer möglich war. Jetzt werden die WSW mehr Busse einsetzen, um für Entlastung zu sorgen. Mucke schiebt auch eine Bitte an die Eltern hinterher: „Die Menschen sollen nicht auf das Auto umsteigen, denn das würde den Berufsverkehr noch mehr belasten.“

Großkontrolle rund
um den Döppersberg

Der Johannes Slawig hält die WSW-Maßnahme angesichts der stetig wachsenden Zahl der Corona-Fälle für eine sinnvolle Maßnahme im Kampf gegen die Ausbreitung. Er zeigte sich ob der Lösung sehr zufrieden und dankte den Wuppertalern für die Einhaltung der Maskenpflicht. „Die große Mehrheit hält sich an die Maskenpflicht und die Abstandsregeln. Alle anderen müssen wir erziehen.“ Das soll mit Hilfe des Ordnungsamtes und verstärkter Kontrollen geschehen. „Es kann jedoch nicht überall kontrolliert werden, aber es wird Schwerpunktkontrollen geben“, machte Slawig deutlich.

Am Dienstag findet eine groß angelegte Kontrolle rund um den Busbahnhof Döppersberg statt. Dafür werde das Ordnungsamt viele Mitarbeiter zu Kontrollen abstellen. „Das hat natürlich Auswirkungen auf andere Bereiche,“ machte Slawig deutlich und bat alle Bürger um „Verständnis, wenn das Ordnungsamt nicht immer in der gewohnten Geschwindigkeit reagieren kann. Die Kontrolle der Maskenpflicht hat jetzt erst einmal Vorrang“. Das sieht auch OB Mucke so: „Die Maskenpflicht einzuhalten ist doch gar nicht so schwer. Man trägt schließlich Verantwortung für sich, aber auch für andere.“ Das Ordnungsamt wird Verstöße gegen die Maskentragepflicht direkt mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro ahnden.