Wuppertaler Stadtrat diskutiert über drohende Insolvenz der Bühnen

Kultur : FDP: Aktuelle halbe Stunde zu den Bühnen

Rat befasst sich mit der drohenden Insolvenz.

Die FDP-Ratsfraktion hat eine „aktuelle halbe Stunde“ zur Situation der Wuppertaler Bühnen beantragt. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Alexander Schmidt erwartet von der Verwaltung zu Beginn der Ratssitzung am kommenden Montag Antworten auf eine Reihe „brennender Fragen“ zur drohenden Insolvenz der Bühnen. Um eine aktuelle halbe Stunde zu beschließen, ist die Zustimmung von zehn Prozent der Ratsmitglieder erforderlich. Da auch in anderen Parteien das Interesse an Aufklärung groß sei, werde die Hürde genommen, ist Schmidt überzeugt. „Wer hat die kaufmännische, wer die politische Verantwortung für die Finanzlücke von 1,5 Millionen Euro in den Haushalten 2020 und 2021“, lautet die Frage. Außerdem äußern die Liberalen den Verdacht, der CDU-Stadtverordnete Rolf Köster habe gegen die Vertraulichkeitspflicht verstoßen. „Dies muss von der Verwaltung geprüft werden“, so Schmidt. Die Situation der Stadt sei schwierig, weil der Haushaltsplan für 2020 und 2021 bei der Bezirksregierung zur Prüfung vorliege. Eine Nachbesserung zur Rettung der Bühnen sei daher auf die Schnelle nicht möglich. Schmidt geht davon aus, dass die Stadt gegenüber der kommunalen Aufsichtsbehörde zuerst dokumentieren müsse, welche Fehler bei der Finanzierung der Bühnen gemacht wurden und wie sie abgestellt werden können. Nach Informationen der FDP habe es für die drei Sparten gesonderte künstlerische Etats gegeben. Die seien eingehalten worden. „Man hat aber offensichtlich in Parallelwelten gelebt, denn die künstlerischen Budgets waren nicht Bestandteil des Wirtschaftsplans“, so Schmidt. ab