Wuppertaler St. Anna-Schule gewinnt bundesweiten Wettbewerb

Auszeichnung : St. Anna-Schule gewinnt Wettbewerb

Sechst- und Siebtklässler sammelten Spenden für das Müttergenesungswerk.

Mit der Spendendose in die Stadt gehen und Geld sammeln – die Schüler der St.-Anna-Schule machen das, was sich viele Erwachsene nicht zutrauen. Ihr Einsatz fürs Müttergenesungswerk ist eine Erfolgsgeschichte. Im vergangenen Jahr haben die Schüler der Klassen 6 und 7 rund 7482 Euro gesammelt. Mit dieser stolzen Summe gewannen sie zum zehnten Mal in Folge den bundesweiten Spenden-Sammelwettbewerb des Müttergenesungswerks. Im Vorjahr war es auch, dass Vertreter der St. Anna Schule den Preis im Schloss Bellevue in Berlin in Empfang nahmen. Zur diesjährigen Preisübergabe kamen Gäste vom Kuratorium des Müttergenesungswerks und von der Katholischen Arbeitsgemeinschaft Müttergenesung ans Elberfelder Gymnasium.

2018 gehörten auch Noah (12), Emily (12) und Ben (13) zu den Ehrenamtlichen, die zu zweit oder dritt unterwegs waren. Sie würden es noch mal machen – da sind sie sich einig. Während die beiden Jungs durch ihre Nachbarschaft gingen und an den Türen klingelten, stand Emily an den City Arkaden. Kein leichtes Pflaster für Spendensammler, aber „die meisten Leute waren nett.“ „Man verbringt ja auch Zeit mit Freunden“, sagte Ben, dem die Aktion Spaß gemacht hat.

„Uns ist nicht wichtig, dass wir den Preis gewinnen“, erklärte Lehrerin Sarah Rottmann, die die jungen Spendensammler betreut. „Wichtiger ist, was wir für die Leute tun können.“ Damit das Engagement greifbar wird, hat Rottmann vor drei Jahren mit einer Schülergruppe ein Kurhaus für gestresste und kranke Eltern besucht. „Das hat alle, die dabei waren, beeindruckt.“

Unmittelbar kommen die Spenden der Beratungsstelle für Eltern zugute, die vom Caritasverband Wuppertal-Solingen getragen wird. Das Caritas-Team berät Väter und Mütter über die Möglichkeiten, eine Kur – mit oder ohne Kind – zu beantragen. Es gibt Informationen über das Antragsverfahren. Außerdem werden Kontakte zu Krankenkassen und Ärzten vermittelt.

Nicht zum ersten Mal zu Besuch war Helga Kühn-Mengel, die für das Müttergenesungswerk sprach. „Ich komme immer gerne, weil ich weiß, welches Engagement es hier an dieser Schule gibt.“ Sie erinnerte an die Anfänge der Stiftung, die 1950 von Elly Heuss-Knapp, Frau des ersten Bundespräsidenten, gegründet wurde.

Ein dickes Lob bekamen die Schüler auch von Ingrid Effenberger, Geschäftsführerin der KAG Müttergenesung in Köln. „Ich bin beeindruckt, dass ihr Zeit habt, euch für andere einzusetzen.“ Groß war der Jubel der Schüler, als Effenberger eine Extra-Belohnung ankündigte – eine Verlosung, bei der den Gewinnern ein kostenloser Besuch im Freizeitpark winkt.

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