Wuppertaler Seilbahn: Stadt und Stadtwerke einigen sich auf Kompromiss

Kommentar : Seilbahn: Ein ergiebiger Streit

Die Stadt Wuppertal und die WSW sind sich einig, was die Talstation und die Einsparungen bei Bussen angeht. Jetzt gilt es, die Bürger einzubeziehen.

Den Streit zwischen WSW und Stadt über die Seilbahnpläne hat es offiziell nie gegeben. Nun, er war zumindest ergiebig, was zwei wichtige Teilaspekte des Projektes betrifft. Da ist zum einen die Talstation. Hier hat sich die Stadt durchgesetzt und von den WSW gefordert, ein Gebäude zu bauen, das zum Döppersberg passt. Eine Talstation aus dem Baukasten alpiner Seilbahnen will die Stadt nicht. Bei den Buslinien muss die Stadt höher fliegende Pläne begraben. Eine Seilbahn ist nur finanzierbar, wenn der Parallelverkehr von und zu den Südhöhen eingeschränkt wird und das Einsparungen von 1,9 Millionen Euro im Jahr bringt.

Das sollten alle bedenken, wenn sie zur Abstimmung gehen – als Mitglieder des Stadtrates oder als Bürger bei einem Bürgerentscheid. Seilbahn und Busvollversorgung – beides wird es nicht geben.

Und nachdem dies nun – offiziell ohne Streit – geklärt ist, sollte es mit dem Projekt zügig weitergehen. Bis zum Februar sollte feststehen, in welcher Form die Bürger an der Entscheidung beteiligt werden, denn es sind zwar schon viele Projekte erstritten, aber noch mehr zerredet worden.