Wuppertaler Schwebebahn soll mit Panzern ausgestellt werden

Wagen von Sunshine4Kids : Schwebebahn kommt ins Panzermuseum

Eigentlich sollte ein alter Schwebebahnwagen von Sunshine4Kids als Begegnungszentrum dienen. Nun wird er aber in Plettenberg über der Oester aufgehängt, vor einem Panzermuseum.

Die Schwebebahn von Sunshine4Kids hat nach der anfangs erfolglosen Versteigerung bei Ebay einen neuen Eigentümer. Das Technik- und Panzermuseum Sauerland in Plettenberg hat die Rarität gekauft. „Das ist eine kräftige Spielerei“, sagt Museumschef Klaus Boe. Er möchte die Schwebebahn direkt neben dem eigentlichen Museum über das Flüsschen Oester hängen.

Doch davor steht der Transport. Denn momentan wartet die Schwebebahn noch im Ruhrgebiet auf die neuen Eigentümer. „Sie sieht aus wie neu“, freut sich Klaus Boe. Er ist jetzt erst einmal dabei, alles zu planen. Glücklicherweise gehören viele schlagkräftige Mitglieder zu dem Team, das gerade dabei ist, das Museum aufzubauen. „Das Mittelteil können wir problemlos selbst transportieren“, erklärt er. Am liebsten würde er es mit dem museumseigenen US-Truck abholen. Die Radmotoren bringt ein befreundeter Altmetall-Händler ins Sauerland.

Für die beiden Seitenteile ist etwas mehr Organisation nötig. In Plettenberg gehört auch ein Kranunternehmen zu den Museumsunterstützern. Neben dem Transport ist jedoch noch die Aufhängung zu klären. „Wir sind schon mit der Unteren Wasserbehörde in engem Kontakt“, erzählt Klaus Boe. Sie ist grundsätzlich mit der Aufhängung über der Oester einverstanden. Jetzt rechnet gerade ein Statiker, wie sich das rund 22,5 Tonnen schwere Gefährt dort aufhängen ließe.

Das Technik- und Panzermuseum, organisiert als GmbH, wird derzeit neu aufgebaut. Neben verschiedenen Panzern werden dort auch Oldtimer sowie interessante Technikstücke zu sehen sein. Klaus Boe hofft, bis Ende 2020 mit den Vorarbeiten fertig zu sein und das Museum zu eröffnen. Zur Präsentation hat er eine alte Hammerschmiede gekauft. Sunshine4Kids aus Sprockhövel wollte in der Schwebebahn eigentlich ein Begegnungszentrum einrichten. Doch der Verein durfte die Bahn an den gewünschten Orten nicht aufstellen.

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