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Wuppertaler Schwebebahn fährt wieder wochentags

Berufspendler freuen sich : Wuppertaler Schwebebahn fährt wieder wochentags

Montagmorgen fährt die Schwebebahn zum ersten Mal auch wieder wochentags nach Plan. Der Weg zur Arbeit oder zum Arzttermin ist wieder erleichtert.

Still schweigend sitzen die Fahrgäste am Montagmorgen in den Wagen der Schwebebahn. Hier und da sitzt jemand in Anzug oder Berufsbekleidung. Viele sind auf dem Weg zur Arbeit.  Von Vohwinkel nach Oberbarmen und zurück verkehrt diese endlich auch wieder wochentags im Vier-Minuten-Takt.

Gegen sieben Uhr ist die Schwebebahn Richtung Elberfeld noch fast leer. Auch am Döppersberg, am Hauptbahnhof, sieht man bis acht Uhr morgens nur vereinzelt Menschen.

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„Ich freue mich, dass die Schwebebahn wieder fährt“, sagt Heike Stücker, die auf dem Weg zur Arbeit ist. „Ich weiß jetzt sicherer, dass die Schwebebahn regelmäßig kommt und kann mich wieder darauf verlassen.“ In den vergangenen Monaten sei sie mit dem Zug oder dem Schwebebahn-Express, dem Ersatzbus, gependelt. Nun ist ihr Arbeitsweg wieder bequemer und schneller. „Mich wundert es aber, dass so wenige zu der Uhrzeit fahren“, beobachtet sie mit dem Blick aus dem Fenster auf die Schwebebahnstation am Döppersberg gerichtet. Vielleicht seien die Wuppertaler noch skeptisch, ob das Wahrzeichen der Stadt denn wirklich wieder zuverlässig fährt. „Hoffentlich fährt sie auch wirklich wieder“, meint eine Frau, die auf dem Weg zur Arbeit von Vohwinkel nach Elberfeld ist. Das Fahrzeug halte immer mal an und ruckele auch beunruhigend. Schlussendlich verläuft die Fahrt ohne Probleme und die Pendler kommen zügig am Ziel an. Doch die Ungewissheit sitzt noch tief in den Wuppertalern.

Hinzu kommt, dass die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen noch nicht zu Ende sind. Es ist Urlaubszeit in Wuppertal und auch die Schülerinnen und Schüler sind noch nicht in den 16 Fahrzeugen der Schwebebahn zu sehen. Stattdessen sieht man den ein oder anderen in Berufsbekleidung - in Warnweste und Schutzhelmen oder im Kfz-Mechaniker-Overall zum Beispiel. Andere Fahrgäste sind schon in der Rente und auf dem Weg zu einem Arzttermin in die Stadt. Generell ist es ruhig. Die Fahrgäste sprechen kaum, viele haben Kopfhörer in den Ohren. Große Freude ist nicht sichtbar, aber tiefe Gelassenheit und Entspannung.

„Ich bin sehr froh, dass sie wieder fährt“, meint auch eine Berufspendlerin, die am Landgericht aussteigt. „Der Schwebebahn-Express war schrecklich. Es geht nichts über die Schwebebahn.“ Das meint auch Lena S., die einen Termin in der Stadt hat und mit der WZ an der Ohligsmühle aussteigt. „Ich fahre nicht jeden Tag, aber wenn ich die Wahl zwischen Bus und Schwebebahn habe, dann nehme ich immer die Schwebebahn.“