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Wuppertaler Schüler sammeln Spenden für Indien

Motivation durch Schüleraustausch : Wuppertaler Schüler sammeln Spenden für Indien

Mit dem Geld wollen sie Sauerstoff-Lieferungen und Hilfe bei Bestattungen unterstützen.

Sie haben vor einiger Zeit indische Familien kennengelernt, die jetzt unter der schlechten Versorgung während der Pandemie leiden. Deshalb wollen Wuppertaler Schülerinnen und Schüler einen Beitrag zur Hilfe leisten. Sie rufen die Wuppertaler zu Spenden auf, die über den Autor Rajvinder Singh nach Indien gehen, dort bei der Versorgung Kranker mit Sauerstoff unterstützen und bei der würdigen Bestattung von Toten.

Charlotte Ueberholz (16) und Erik Propach (17) vom Gymnasium Bayreuther Straße haben 2019 an der Studienfahrt teilgenommen, die fünf Wuppertaler Schulen gemeinsam organisieren, lebten in Gastfamilien, besuchten die Schule und wurden von Rajvinder Singh, Mitinitiator des Kontakts, durch Nordindien geführt.

Der geplante Gegenbesuch der indischen Schüler in Wuppertal konnte wegen Corona nicht stattfinden, auch der Kontakt per Video-Konferenz gelang nur einmal, weil die Schulen in beiden Ländern in den Lockdown gingen.

Erik Propach hat aber weiter Chat-Nachrichten mit seinem Austauschschüler ausgetauscht und erfahren, wie beängstigend die Situation in Indien ist. „Es soll noch viel schlimmer sein, als in den Medien berichtet“, sagt er. Seine Gastfamilie habe sich fast völlig ins Haus eingeschlossen. Ein Großvater sei an Corona gestorben. Er findet: „Wenn man etwas tun kann, sollte man etwas tun.“ Charlotte Ueberholz erklärt: „Nach der tollen Zeit, die wir 2019 in Indien erleben durften, ist es schrecklich zu sehen, wie es den Menschen vor Ort geht.“ Die Schüller wollen helfen und Geld sammeln.

Weitergeben wird das Autor Rajvinder Singh, der mit seinem Bericht von der Situation in Indien an Birgit Gößmann, Koordinatorin des Austauschs, die Spendenaktion ausgelöst hat. Sie hat den Jugendlichen davon erzählt und mit ihnen die Aktion geplant.

Das Geld wird Rajvinder Singh einerseits an die Organisation Khalsa Help International geben, die Sauerstoff nach Indien bringt. „Das hat schon tausende Leben gerettet“, sagt der Autor. Ein Bericht darüber, wie Menschen gerettet werden, die keinen Atem mehr bekommen, habe ihn sehr bewegt. Zum anderen gibt er das Geld an die Organisation Shaheed Bhagat Singh Sewa Dal weiter, die sich um das Einsammeln und Einäschern von Toten kümmert.

Informationen zu den Organisationen, den Spendenaufruf und eine Kontoverbindung gibt es auf der Internetseite des Gymnasiums Bayreuther Straße.

gymbay.de