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Wuppertaler Schaeffler-Betriebsrat spricht mit NRW-Sozialminister Laumann

Treffen im Düsseldorfer Landtag : Schaeffler-Betriebsrat spricht mit Laumann

Mitarbeiter wehren sich gegen wohl geplante Streichung von Stellen in Wuppertal.

Rund einen Monat ist es her, dass die Schaeffler AG, einer der weltweit führenden Automobil-, Bahn- und Industriezulieferer, angekündigt hat, bundes- und europaweit rund 4400 Stellen abbauen zu wollen. Zum Entsetzen und zur Empörung vieler Wuppertaler Schaeffler-Mitarbeiter spekulierte der Konzern dabei öffentlich über eine Schließung des kompletten Wuppertaler Werkes im Jahr 2022. Von den Plänen der Konzernleitung in Herzogenaurach hatten die Betroffenen und deren Familien aus den Medien erfahren, was für zusätzlichen Unmut sorgt.

Einer Kundgebung vor den Toren des Werks an der Mettmanner Straße vor gut drei Wochen folgte am Donnerstag schließlich ein Gespräch im Düsseldorfer Landtag mit NRW-Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU), an dem neben dem Betriebsrat des Wuppertaler Schaeffler-Werkes auch der Wuppertaler Landtagsabgeordnete Josef Neumann (SPD) teilnahm.

Man kam darin überein, von Seiten der Politik alles dafür zu tun, dass die Konzernleitung den beabsichtigten drastischen Stellenabbau überdenkt und die Schließung des Standortes in Wuppertal verhindert wird, so Neumann, der das Gespräch auch initiiert hatte. „Wir danken Minister Laumann sehr, dass er sich Zeit genommen hat, im unmittelbaren Gespräch mit dem Betriebsrat Optionen zu erörtern, die eine Schließung des Werkes in Wuppertal verhindern könnten. Nun wird es darauf ankommen, auch die Konzernleitung zu überzeugen, dass eine Abwicklung des Standortes nicht unausweichlich ist und geradezu angesichts des Potenzials des Wuppertaler Werkes eine Fehlentscheidung wäre. Dabei möchten wir auch an die soziale Verantwortung der Schaeffler AG appellieren, für ihre Beschäftigten und für die Region“, erklären die Wuppertaler SPD-Landtagsabgeordneten Josef Neumann, Dietmar Bell und Andreas Bialas.

Neben den Politikern hatte auch die Gewerkschaft IG Metall angekündigt, heftigen Widerstand gegen den Abbau von Arbeitsplätzen zu leisten.