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Wuppertaler Restaurant entgeht mit neuem Namen einem Rechtsstreit

Gastronomie : Restaurant entgeht einem Rechtsstreit

Das „Maxx“ heißt jetzt „Mondragon“, nachdem bekannt wurde, dass der alte Name geschützt war. Einer Geldstrafe ist Inhaber Massimo Pacifico so gerade noch entgangen.

Der Schriftzug „Mondragon“ leuchtet an der Hausfront der Hahnerberger Straße 72. Ein Restaurant, das seit seiner Eröffnung im November vergangenen Jahres „Maxx“ hieß, bis bekannt wurde, dass dieser Name geschützt war. Die Weiterführung wäre mit einer Geldstrafe belegt worden.

„Maxx ist mein Spitzname“, erklärt Inhaber Massimo Pacifico. „Mondragon heißt der Ort in Italien, aus dem meine Familie stammt. Da lag es nahe, dass ich mein Lokal nach dem Ende des ersten Lockdowns so nenne“, sagt der Gastronom, der mit dem Ausflugslokal „Königshöhe“ am Köhlweg und in Haan am Ginsterweg zwei weitere Gaststätten betreibt.

An der seit langem von Baustellen gequälten Hahnerberger Straße serviert das „Mondragon“ mit insgesamt fünf Mitarbeitern 20 verschiedene Pizzen in Größen zwischen 32 Zentimetern und einem halben Meter Durchmesser. Außerdem gibt es riesige Burger, Schnitzel und auch Fisch – in „normalen Zeiten“ wohlgemerkt. Jetzt aber dominiert die Corona-Pandemie vor allem die Gastronomie. Statt 100 vollen Plätzen herrscht im Gastraum Leere. Die Tür öffnet sich nur für die Fahrer, die Speisen in die Nachbarschaft liefern. „Geld lässt sich damit nicht verdienen“, stellt Massimo Pacifiko fest. „Das machen wir nur, damit unsere Kundschaft uns nicht vergisst.“

Dabei hatte es vor knapp einem Jahr so gut angefangen: Das Kultlokal „Mad Dog“ an gleicher Stelle hatte nach 19 Jahren Ende August 2019 geschlossen, und Massimo Pacifico ging mit Elan und vielen Plänen die Neueröffnung an. „Rund 80 000 Euro habe ich in die Renovierung und Neumöblierung gesteckt“, sagt Pacifico, der am 20. November die ersten Gäste im Maxx empfing. „Ob bei den Gästen viele einstige Mad-Dog-Fans waren, weiß ich nicht. Ich habe nicht gefragt“, sagt der Cronenberger selbstbewusst.

Skepsis, ob die Restaurants am 1. Dezember wieder öffnen dürfen

Bis zum Ausbruch der Pandemie im Frühjahr habe er sich einen Kundenstamm aufgebaut, dann mussten die Türen acht Wochen geschlossen bleiben. „Danach ging der Betrieb unter strengen Regeln weiter. Statt 100 Personen durften nur noch 45 ins Lokal“, berichtet Pacifico, der gelernter Koch ist und im Elberfelder Café Grimm auch eine Konditorlehre absolviert hat.

Jetzt die erneute einmonatige Zwangspause, wobei der Inhaber des Mondragon skeptisch ist, ob tatsächlich ab 1. Dezember wieder Gäste an den Tischen bewirtet werden können. „Ich rechne eher mit Anfang nächsten Jahres.“ Das Handtuch zu werfen, daran verschwendet Massimo Pacifico keinen Gedanken. „Ich habe drei Lokale, sowas gibt man nicht auf.“ Fest steht allerdings, dass er das einjährige Bestehen nur an leeren Tischen feiern kann. fwb