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Wuppertaler Reitverein: „Wir dürfen den Weg wohl nutzen“

Freizeit : Wuppertaler Reitverein zur Situation am Eckbusch: „Wir dürfen den Weg wohl nutzen“

Streitfrage um den Feldweg ist zunächst geklärt. Die Grünen hatten einen Antrag in der Bezirksvertretung gestellt.

Nachdem eine Leserin in der WZ die Nutzung des Feldwegs zwischen Eckbusch und Bauer Schürmann durch Reiter kritisiert hatte, und das Thema in der BV Uellendahl-Katernberg diskutiert wurde, meldet sich jetzt der Reitclub Steinberg zu Wort. Breitensportbeauftragte Gianna Hedderich: „Das ist ein Weg, der beritten werden darf und der keine gesonderte Beschilderung bedarf.“ Dort seien Reiter also nicht illegal unterwegs.

Für Verwirrung hat gesorgt, dass eine Allgemeinverfügung der Stadt das Reiten im Wald nur auf speziell gekennzeichneten Wegen erlaubt. Die Stadt Wuppertal erklärte auf WZ-Anfrage die Situation auf diesem speziellen Feldweg. Sprecherin Ulrike Kusak teilt mit: „Die Wuppertaler Allgemeinverfügung für das Reiten gilt im Wald, da gemäß dem Landesnaturschutzgesetz in der freien Landschaft das Reiten zum Zwecke der Erholung auf privaten Straßen und Wegen gestattet ist. Der Weg vom Eckbusch zum Bauern Schürmann ist daher differenziert zu betrachten, weil hier Wegeabschnitte durch den Wald führen – dort gibt es einen gesonderten Reitweg – und Wegeabschnitte durch die freie Landschaft führen – hier darf der Weg von Reitern und Fußgängern benutzt werden.“

Gianna Hedderich vom Reitclub erklärt auch, was es mit dem Pfad neben dem eigentlichen Weg auf sich hat. Sie sagt: „Die neben dem Feldweg befindliche Reitspur wurde von den jeweiligen Landwirten von uns angepachtet und dient der Entzerrung des Aufkommens auf dem Weg.“ Die Spur müsse nicht beritten werden und sei bei schlechter Witterung im Herbst und Winter überhaupt nicht nutzbar. Aus Sicht von Hedderich funktioniere an dieser Stelle das Nebeneinander von Reiter, Fußgängern und Radfahrern gut: „Es gibt kein Problem.“ Die Reiterin habe sogar festgestellt, dass sich Spaziergänger - gerade mit Kindern - über die Begegnung mit dem Pferd eher freuen. Zudem würden die Reiter auch Verständnis zeigen, wenn mal Spaziergänger auf den Wegen unterwegs sind, die eigentlich exklusiv Reitern vorbehalten sind. „Wir begegnen ihnen mit einem freundlichen Hallo“, sagt Hedderich.

Die Grünen in der Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg, die zuletzt mit einem Antrag die Prüfung und Wiederherstellung von Reitwegen angeregt hatten, geben sich vorerst mit dieser Klärung zufrieden. Die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Cornelia Krieger sagt: „Wenn die Stadt sagt, dass sich die Angelegenheit erledigt hat, dann ist das zunächst mal so. Falls es weiterhin Beschwerden gibt, müssen wir die Angelegenheit erneut prüfen. Wir werden sehen.“ neuk