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Wuppertaler Primanertag überzeugt als Online-Konferenz

Bildung : Pilot oder Polizist werden? Wuppertaler Primanertag gibt als Online-Konferenz Orientierung

Veranstaltung für angehende Schulabsolventen wurde komplett ins Internet verlegt – mit bis zu 430 Teilnehmern.

Von Michael Bosse

 

Wie wichtig eine Berufs- und Studienberatung ist, machte  Claus-Alexander Wyneken, Vorsitzender des Arbeitskreises des Bergischen Primanertages, gleich zu Anfang deutlich. „Es kann ja nicht jeder Influencer werden“, gab er den jungen Besuchern  am Samstag auf den Weg, als diese sich zum mittlerweile 52. Bergischen Primanertages einfanden.

Wobei die Berufsbezeichnung „Influencer“ durchaus in die richtige Richtung wies, präsentierte sich der Primanertag doch in diesem Jahr coronabedingt als reine Online-Veranstaltung. Wo sich sonst angehende Schulabsolventen zu analogen Beratungen einfinden, konnten sie sich dieses Mal in 50 digitalen „Breakout-Räumen“ über Berufsausbildungen und Studiengänge informieren.

120 Berater standen
zwei Stunden Rede und Antwort

Etwa 120 Berater standen den jungen Besuchern zwei Stunden lang mit virtuellem Rat und Infos zur Verfügung, assistiert von etwa 50 Scouts - technik-affinen Schülern und Studenten, die in den Themenräumen Orientierung boten. Hochschullehrer und Berufspraktiker wie etwa Ärzte, Psychologen, Lehrer, Architekten, Steuerberater, Bankkaufleute, Journalisten und Mediendesigner beantworteten Fragen zu Studium oder Berufsausbildung. Experten informierten zudem über das duale Studium, die Studienfinanzierung, den Bundesfreiwilligendienst und die Rahmenbedingungen einer Existenzgründung.

Organisiert wurde der Bergische Primanertag von den Wuppertaler Service-Clubs, den Wirtschaftsjunioren und der Bergischen Universität. Bis zu 430 Teilnehmer fanden sich nach Angaben der Organisatoren in der Spitze zu der Konferenz ein - davon etwa 300 Schüler. Mit der Resonanz zeigten sich die Veranstalter durchaus zufrieden. „Damit bewegen wir uns in etwa auf dem Niveau des Vorjahres“, sagte Bastian Koecke vom Arbeitskreis.

Auch die Grenzen einer
Onlinekonferenz zeigten sich

Allerdings zeigte die rege Nachfrage auch die Grenzen der Zoom-Konferenzplattform auf.  Aufgrund des großen Andrangs konnten einige Berater oder interessierte Schüler nicht den gewünschten  Themenraum besuchen - weil er zu voll war und niemand mehr reingelassen wurde. Auch der Wechsel von einem Themenraum in einen anderen war dann nicht mehr möglich.

Improvisation war also angesagt: Berater und Schüler mussten sich deshalb im Plenum über für sie interessante Berufsgänge oder Studienfächer informell austauschen.

Obwohl also nicht alles rund lief, zeigten sich Organisatoren und Besucher im Großen und Ganzen zufrieden mit der Veranstaltung. Schülerinnen und Schüler, die bis zum Schluss geblieben waren,  lobten das Angebot. Ihm habe der digitale Primanertag „sehr gut gefallen“, eigentlich sei er sogar besser als der analoge Vorgänger, sagte Paul Solbach. Und Leandra Boubouloudi freute sich, dass das digitale Format ihr die Gelegenheit geboten hatte, gleich mehrere Fragen zu stellen. Die Veranstalter prüfen nun, wie sie das Format künftig gestalten wollen und inwieweit auch in Nach-Corona-Zeiten eine stärkere digitale Anbindung Sinn macht.

www.primanertag.de