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Wuppertaler Pfarrer Holger Pyka berichtet im schwedischen TV über das Hochwasser

Starkregen : Wuppertaler Pfarrer Holger Pyka berichtet im schwedischen TV über das Hochwasser

Der evangelische Pfarrer vom Uellendahl hat schwedische Familienmitglieder und ist zweisprachig aufgewachsen.

„Översvämningen“ heißt auf Schwedisch, man kann es sich fast ein wenig denken, Überschwemmungen. Auch die schwedischen Medien haben über die Hochwasser in NRW berichtet – und befragten dafür einen Wuppertaler: Holger Pyka, der es damit sogar in den Fernsehauftritt einer schwedischen Zeitung schaffte. Der evangelische Pfarrer vom Uellendahl hat nämlich schwedische Familienmitglieder und ist zweisprachig aufgewachsen. Schon in der Vergangenheit war er deshalb gern gesehener Ansprechpartner der „Schwedischen Gesellschaft“ in Düsseldorf, die sich um die Schweden in der Region kümmert. Als die eine Anfrage von schwedischen Medien erhielt, um betroffene Schweden vor Ort in NRW kontaktieren zu können, verwiesen sie direkt an Pyka – und der gab gerne Auskunft.

Dabei habe er „Live“ eigentlich nicht so gerne, auch wenn er regelmäßig seine Schwedisch-Kenntnisse pflegt. Als „Präst i Wuppertal“, Priester in Wuppertal, wurde er in dem Bericht, der im Web-TV der Zeitung lief und in dem der Wuppertaler zugeschaltet war, angekündigt. „Lineares Fernsehen gibt es in Schweden eigentlich weniger als hier.“ Er berichtete, wie schwer es Wuppertal getroffen hat, wies aber auch darauf hin, dass andere Städte noch wesentlich schlimmer heimgesucht wurden, wie das in dem Screenshot zu sehende Foto zeigt. In anderen Regionen wie der Eifel waren Tote und Verletzte zu beklagen.

Im Gegensatz zum Starkregen 2018 kam das Gemeindezentrum Uellendahl diesmal glimpflich davon. Es blieb drinnen praktisch trocken. Pyka und seine Mitstreiter hatten am Mittwoch, als der Regen richtig loslegte, noch schnell Sandsäcke besorgt. Über die Uellendahler Straße sei er noch zum Baumarkt gefahren, erzählt der Pfarrer.

Die Straßenverhältnisse seien schon nicht mehr gut gewesen. „Und im Baumarkt wurde ich direkt beim Reinkommen nur noch gefragt: Sand oder Pumpe.“