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Wuppertaler Mobilstation vom Ölberg ist ein Vorbild für andere Städte

Mobilität : Ölberg: Die Mobilstation macht die Runde

Erfolgsmodell: Oberhausener Dezernentin zu Gast beim „Mobilen Ölberg“.

Vor gut einem halben Jahr ist die Mobilstation auf dem Ölberg eröffnet worden — und die Initiatoren sind bislang äußerst zufrieden. „Die Resonanz ist sehr gut“, sagt Thomas Weyland von der Initiative Mobiler Ölberg. Das Projekt mit Fahrradgarage und Car-Sharing-Station sorge auch außerhalb Wuppertals für Interesse. Erst in dieser Woche war eine Delegation aus Oberhausen mit dem grünen Fraktionsvorsitzenden Andreas Knappe, der Mobilitäts-Beigeordneten Sabine Lauxen und dem sachkundigen Bürger Andreas Gadde an der Schneiderstraße zu Gast, um sich über die Mobilstation zu informieren. Sie planen ähnliches in der Ruhrgebietsstadt. Und auch andere Kommunen werden neugierig, wie der Mobile Ölberg berichtet. So habe schon Schlosser nach den Bauplänen gefragt. Die Fahrradgarage ist bekanntlich ein Prototyp, den Hannes Meyer von der Initiative entwickelt hat.

Aber auch in Wuppertal will Weyland die Idee in andere Quartiere weitertragen. Potenzial sieht er zum Beispiel am Arrenberg. Wie auch der grüne Stadtverordnete Klaus Lüdemann sieht er die Mobilstation vor allem auch deshalb als Erfolgsmodell, „weil alle an einem Strang gezogen haben“. Unterschiedliche Angebote werden an einem Standort gebündelt und vereinfachen Menschen so den Übergang zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln, sagt Lüdemann. Schließlich lägen Taxistand und Bushaltestelle auch in nächster Nähe. „Das ist ein attraktiver Lösungsansatz für vielschichtige kommunale Mobilitätsprobleme“, so Lüdemann.

Die Idee zur Mobilstation hatte Lüdemann bereits 2017. Sie wurde von der Initiative Mobiler Ölberg weiterentwickelt und im September 2019 eröffnet. Die Fahrradgarage kostete etwa 20 000 Euro, finanziert aus Mitteln der Stellplatzrücklage, einem Zuschuss der Bezirksvertretung Elberfeld und einem Eigenbeitrag des Vereins Unternehmer/innen für die Nordstadt. Dieser wird über die Miete von zwölf Euro im Monat finanziert und einem Pfand, wie Weyland erlärt. Die weiteren Ausbaukosten der Mobilstation von 9000 Euro, so Lüdemann, habe die Stadt übernommen. est