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Wuppertaler Mobilstation als Vorbild: Uni Bayreuth schaut sich vor Ort um

Exkursion : Vertreter der Uni Bayreuth waren zu Besuch am Ölberg

Wuppertal Institut hat einen Nachhaltigkeitsspaziergang organisiert.

Die Mobilstation am Schusterplatz spricht sich herum – die Entwicklungen in der Nordstadt sind auch für die Wissenschaft interessant: aktuell für die Universität Bayreuth. Eine Gruppe von Geografiestudenten und -dozenten war mit dem Wuppertal Institut unterwegs. Hans Haake vom Wuppertal Institut führte sie durch die Stadt, um zu zeigen, „was wir mit Transformation meinen“.

Die Gruppe aus Bayreuth hat eine Transformationstour durch NRW gemacht, sich die GLS Bank, Innovation City Bottrop und eben Wuppertal zeigen lassen. Alles unter dem Themenschwerpunkt Urbane Transformation: Wie entwickelt sich eine Stadt in eine nachhaltigere Lebensumgebung? „Ursprünglich wollte die Gruppe das Wuppertal Institut kennenlernen. Aber wir haben gesagt: Lassen Sie uns herumlaufen, zeigen, was in der Stadt passiert“, so Haake. Daran könne man praktischer zeigen, wie nachhaltige Entwicklung angestoßen werden kann, was für Projekte es schon gibt. So ging es aus der Innenstadt zur Utopiastadt an der Nordbahntrasse und weiter zum Ölberg.

Station als ein Punkt zur Mobilitätswende im Quartier

Die Mobilstation, die einzigartig in NRW ist, wurde im September 2019 eröffnet. Dort sind eine Fahrradgarage, Taxi- und Car-Sharing-Plätze und eine Bushaltestelle als Knotenpunkt eingerichtet, um abseits des eigenen Autos mobil sein zu können.

Haake habe aber auch die Widerstände nicht außen vor gelassen, sagt er. Die Diskussionen um Parkplätze am Ölberg oder bei der Umgestaltung der neuen Friedrichstraße, die Fahrradstraße werden soll. Oder die autozentrierte Gestaltung des Döppersbergs, die weit weg vom heutigen Stand der Verkehrsplanung sei.

Zuletzt hatte das Wuppertal Institut eine Gruppe aus Indien herumgeführt. Im Januar war eine politische Delegation aus Oberhausen mit dem grünen Fraktionsvorsitzenden Andreas Knappe, der Mobilitäts-Beigeordneten Sabine Lauxen und dem sachkundigen Bürger Andreas Gadde zu Gast, um sich das Modell Mobilstation anzusehen.

Thomas Weyland vom Mobilen Ölberg hat den Eindruck, dass sich das Projekt herumspricht. „Das ist ein Punkt für eine Verkehrswende im Quartier“, das erkläre das Interesse. Uni und Wuppertal Institut in der Nähe seien da auch sehr hilfreich.

Es gebe keine Touristengruppen im Quartier, scherzt er, aber vielleicht könne das Stadtmarketing ja eine Tour dazu anbieten. Auch Haake sagt noch scherzhaft, dass eine Nachhaltigkeitstour sicher spannend wäre. ecr