Wuppertaler Messe Generation Plus: So macht älter werden Spaß

Historische Stadthalle : „Älter werden kann auch Spaß machen“

Die Messe Generation Plus informiert in der Stadthalle über Sportangebote, Tanzkreise, Vorsorge und Gesundheit.

In Schwung kommen an diesem Regentag Menschen im besten Alter bei der Messe Generation Plus, zu der Westdeutsche Zeitung und Blickfang Ereignisse gemeinsam in die Historische Stadthalle einladen. Am Dienstag gab es schon von 11 bis 19 Uhr vielfältige Aktionen sowie zahlreiche Stände zu den unterschiedlichsten Themen. Am Mittwoch geht es unter dem Motto „Alt war gestern“ von 11 bis 19 Uhr weiter.

„Die Messe ist sehr vielseitig und interessant – hier gibt es viele Informationen und Anregungen“, lobte Besucherin Christine Mietzold, die sich besonders für die Sportangebote interessierte. So zeigte die Tanzschule Schäfer, dass der Spaß am Tanzen keine Altersgrenzen kennt. Der Senioren-Tanzkreis präsentierte Rumba und Walzer ebenso wie Linedance. „Bewegung fördert die Koordination, ermöglicht Treffen mit netten Menschen und ist die beste Medizin“, warb Tanzlehrerin Gabi Schäfer für ihr Angebot. Sie habe eine 81-jährige Tänzerin, die seit Jahren zum Tanzen kommt und seitdem körperlich viel fitter geworden sei. Ein Partner – häufig schwer zu finden – sei für die Senioren-Tanzkurse nicht nötig.

Doch auch zu Hause lässt sich viel für die Gesundheit tun, wie Kirsten Sänger und Henning Löhmer vom SV Bayer Wuppertal an beiden Tagen demonstrieren: Sie zeigen Hockergymnastik und Kräftigung von Schulter und Nacken mit dem Theraband. Für die Schönheit von außen drückten Mitarbeiter von Altobene allen Eintretenden eine Tasche mit Gesichtsmaske, Vitamin D, Mückenstich-Gel sowie einer Flasche Bier in die Hand.

Mode aus Wuppertal präsentierten die Laien-Models des Modemobils. Im Foyer hatten sie den roten Teppich ausgerollt und zeigten Outfits für festliche Tage ebenso wie für die Freizeit. „Senf, Weinrot und Tannengrün sind die Farben dieses Herbstes“, erklärte Beate Winklewsky, Geschäftsführerin des Modemobils, in ihrer charmanten Moderation. „Diese Strickjacke hat große Knöpfe und Taschen – das ist uns wichtig.“ Denn das Modemobil vertreibt Oberbekleidung, Wäsche und Schuhe direkt in Seniorenheimen. „All unsere Hosen sind gut zu waschen und mit Schlupfbund – viele in Kurzgrößen oder Extrakurz“, betonte Winklewsky den praktischen Aspekt ihrer Mode.

Auch Palitavversorgung für Kranke war ein Thema

Neben den schönen Dingen des Lebens können sich die Besucher der Messe auch über viele andere Aspekte informieren. So klärt SAPV über die ambulante Paliativversorgung für Schwerstkranke im häuslichen Umfeld auf. Die Deutsche Bestattungsvorsorge erläutert ihre Produkte: Über einen Treuhand-Vertrag können Menschen Geld für die von ihnen gewünschte und mit einem Bestatter abgesprochene Beerdigung hinterlegen. Im Todesfall wird sie direkt an den Bestatter ausgezahlt. „Der Vorteil ist, dass das Geld vor dem Sozialamt gesichert ist“, sagt Jessica Jaeger. Die Rechtsanwälte Balkenhol halten Vorträge zu Testament und Vorsorgevollmacht. Am Stand besprechen sie auch Einzelfälle mit den Besuchern. Anregungen für ein neues Hobby bietet Rutten: Hier können die Besucher von Kompaktkameras für den Urlaub bis zu Profimodellen alles ausprobieren.

„Wir haben uns bemüht, die Messe mehr unterhaltend als unterrichtend zu gestalten“, erklärt Jörg Fetha von der Agentur Blickfang Ereignisse. „Wir wollen zeigen, das älter werden auch Spaß machen und von vielen schönen Dingen begleitet werden kann.“ Das Ehepaar Ronge-Bartsch ist extra aus Radevormwald gekommen und zufrieden mit der Messe: „Bei dem Wetter ist das eine schöne Abwechslung hier.“

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