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Wuppertaler Marketingagentur hat ein Faible für große Schiffe

Wie in einem Museum : Marketingagentur mit Faible für Boote

Thielenhaus und Partner stellt in ihren Räumen zahlreiche Schiffsmodelle aus.

Kommt man bei der Agentur für Marketing Thielenhaus & Partner in die Eingangshalle, wähnt man sich in einem Schiffsmuseum. Da steht das Modell eines kanadischen Gaffelschoners, gut und gerne zwei Meter lang. Alle Segel gesetzt, scheint er gerade den Anker gelichtet zu haben, um auf große Fahrt zu gehen. Gegenüber findet sich die Calypso. Genau die, von der aus Jacques-Yves Cousteau mit seinen Männern die Geheimnisse des Meeres erforscht hat. Und da, unter dem Fenster, kann man die Queen Mary 2 entdecken. Als Transatlantikliner gebaut, eines der größten Passagierschiffe der Welt, tut sie heute Dienst als Kreuzfahrtschiff.

Wolfgang D. Riedel erklärt: „Als die Firma in den 90er Jahren hierher gezogen ist, galt es auch, sich Gedanken über die Ausstattung zu machen.“ Nun hat Inhaber Dietrich W. Thielenhaus einen Faible für die Seefahrt und ist begeisterter Segler. Riedel ist Fregattenkapitän der Reserve. Beide lieben die See. „Andere Firmen bevorzugen moderne Kunst, wir bevorzugen Schiffe“, hat Thielenhaus einmal gesagt.

So zeigt eine Informationsmappe der Firma denn auch vorn eine Windrose. Auf der Rückseite verbindet ein Kreuzknoten zwei Leinen. Und wer sich mit Signalflaggen auskennt, erkennt im Abschnitt Strategie & Kommunikation, dass der Layouter dort Tango, Uniform, Papa (t, u, p - Thielenhaus und Partner) gesetzt hat.

„Es gibt keinen günstigen Wind für den, der nicht weiß, in welche Richtung er segeln will“, zitieren die Unternehmensberater Wilhelm von Oranien. Riedel: „Wir verstehen uns ein bisschen als Lotse, der Firmen an ihr Ziel bringt.“

Den Grundstock der Sammlung bildet der Seenotrettungskreuzer Vormann Leiss. Thielenhaus und Riedel sind Mitglieder der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Sie standen auch mit hinter der Spendensammlung, die zur Anschaffung des Seenotrettungsbootes Wuppertal geführt hat. Nach ihrem Dienst in der Ostsee fand die Wuppertal ihren letzten Liegeplatz in Kühlungsborn, wo sie immer noch besichtigt werden kann.

„Da stecken oft tausende von Stunden in den Modellen“, sagt Riedel. Einige haben Profis gebaut, etwa Containerschiffe für Reedereien. Andere sind von Hobbybauern. „Denen blutet schon mal das Herz bei der Abgabe. Aber sie brauchen den Platz für neue Modelle.“

Platz – der wird auch bei Thielenhaus & Partner knapp. Krabbenkutter und Kriegsschiffe, Windjammer und Ölplattformversorger, über 30 Modelle sind es inzwischen. Eingangshalle und Konferenzraum reichen schon lange nicht mehr. Teils zweireihig sind die Schiffe auf den Büroregalen vor Anker gegangen.

Riedel: „Wir würden das eine oder andere verkaufen. Vielleicht bekommen wir dadurch sogar Platz für das eine oder andere neue Modell.“ Nach Absprache kann man die Flotte an der Dönberger Straße aber auch so mal anschauen. Und sich die Geschichte der Originale erzählen lassen. Thielenhaus & Partner erreicht man unter Telefon 9 70 10 - 0.