Wuppertaler Luisenfest kommt mit Klassikern und Neuem

Feierlichkeiten : Luisenfest kommt mit Klassikern und Neuem

Am Sonntag wird wieder im Viertel gefeiert. Mehr als 100 Trödelstände sind angemeldet.

Die Vorbereitungen zum diesjährigen Luisenfest sind in den letzten Zügen. Da kann es für Jörg Kuznik, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Luisenstraße, schon mal hektisch und stressig werden. Die gute Laune lässt er sich davon aber nicht verderben. Denn er freut sich schon auf die Veranstaltung, bei - hoffentlich wie angesagtem - besten Trödelwetter.

Das Luisenfest hat seinen Ursprung schon Mitte der 70er Jahre - damals noch als Nachbarschaftsfeier in Verbindung mit den sich langsam entwickelnden Gastronomien. Seit 1979 findet es jährlich statt - ein echtes Traditionsfest also, das mit der Zeit immer weiter gewachsen ist. Und jedes Jahr die Stadtfestsaison eröffnet.

In diesem Jahr sind schon mehr als 100 Trödelstände gemeldet. „Wir sind ausgebucht - eher überbucht“, sagt Kuznik. Auf knapp 600 Metern werden die Stände aufgebaut sein. Wichtig ist den Organisatoren, dass dort wirklich nur Trödel und keine neuwertigen Sachen verkauft werden. Ganz besonders ist dabei, dass auch alteingesessene Stände dabei sind und sich dort immer wieder das ein oder andere Schmuckstück - von Einrichtung bis Kleidung - finden lässt. Einige davon sogar aus den 20er und 30er Jahren.

Ein weiterer Höhepunkt ist auch in diesem Jahr die Bühne hinter der St. Laurentius Basilika, auf der es ab 13.15 Uhr losgehen soll - das Fest selbst eröffnet schon um 10 Uhr. Das Bühnenprogramm startet mit „Limao Fatal“ und brasilianischen Trommel-Rhythmen. Dann folgen im Stundentakt immer 45 Minuten-Auftritte von „Borututu Forte“ mit elektronischer Musik, „Talin“ mit Rock- und Alternativesound, „Yum Yum Youth“ mit ihrem „delaygeschwängerten Depri-Pop“ - beide mit deutschsprachigen Texten, genauso wie „Laika Lebt“ die mit Rock und Independent den Musiknachmittag beschließen.

Nach einer kleinen Pause geht es dann um 19.15 Uhr weiter mit einer Session mit „Lyschko“ und „Massiv Grün“. Das Musikprogramm soll bis etwa 22 Uhr laufen.

Auch die Kinder wollen versorgt sein - im Wandelgarten gibt es deshalb auch wieder ein buntes Programm für die kleinen Besucher. Es wird geschminkt, mit Künstlern gemalt, außerdem soll ein Gaukler unterwegs sein, der die kleinen und großen bei Laune hält und in die verschiedenen Aktionen mit einbezieht.

Neu ist ein Stand mit
marokkanischen Köstlichkeiten

Neben Trödel und Musik ist natürlich auch die Gastronomie ein wichtiger Bestandteil des Luisenfestes. Zu den „üblichen kulinarischen Spezialitäten“, die eingefleischte Luisenfest-Fans schon kennen werden, gibt es in diesem Jahr einen Neuzugang - einen Stand mit marokkanischen Köstlichkeiten vom neuen Lokal, das vor einiger Zeit auf der Luisenstraße eröffnet hat. Die Kneipen selbst werden mit eigenen kleinen Events zum Programm beitragen. Auch die Veranstalter haben noch die eine oder andere Überraschung in petto, die Jörg Kuznik noch nicht verraten möchte.

Die Planung für das Fest sei so weit gut gelaufen, sagt er. „Ein großes Lob an die Stadt.“ In den vergangenen Jahren habe es für die Sicherheit auf solchen Festen immer mehr neue Regeln gegeben - die den Organisatoren schon mal Steine in den Weg legen können. „Wir haben mit der Stadt aber gute Kompromisse für alles finden können“, sagt Jörg Kuzniak.

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