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Wuppertaler Laienspielgruppe liebt den englischen Humor

Theater : Laienspielgruppe liebt den englischen Humor

Katernberger Ensemble plant für März sechs Aufführungen. Ein Wochenende ist ausverkauft.

Die englischen Komödien haben es der Laienspielgruppe Katernberg (Laika) angetan. Auch im diesjährigen Stück „Wie war`s denn, Mrs. Markham?“ erwartet die Besucher wieder skurriler britischer Humor, eingebettet in eine temporeiche Aufführung. Nicht umsonst zählen die beiden Autoren Ray Cooney und John Chapman zu den erfolgreichsten Komödienautoren. Beide kommen aus der Theater-Praxis, haben selber auf der Bühne gestanden und sind Garanten für beste Unterhaltung. Sie zeichnen sich durch eine absurde Komik aus und die kommt auch diesmal nicht zu kurz.

„Es geht schon ein bisschen schärfer und freizügiger zu“, verrät Michael Barluschke-Glauch. Er ist seit vielen Jahren bei der Truppe im Bühnenbau tätig. Viele Stunden investieren er und seine Kollegen in ihr Hobby. „Wir überlegen uns Aufbau und Bühnenbild.“ In diesem Jahr konnte die Bühne um etwa fünf Quadratmeter in der Tiefe und an den Seiten vergrößert werden. Auch die Höhe wird besser genutzt. Außerdem haben die Bühnenbauer neue Stellwände entworfen. „Durch ein neues System der Verschraubung sind sie variabler, leichter auf- und abbaubar und besser zu lagern“, erklärt Barluschke-Glauch. Sie haben den Räumen der Penthousewohnung einen modernen Anstrich gegeben. Noch ist das Bühnenbild nicht ganz fertig. Die Proben laufen dagegen bereits auf Hochtouren. In der Endphase trifft man sich wöchentlich, bei Bedarf auch mal am Sonntag.

Es gibt Verwechslungen
und viel Situationskomik

Schauplatz ist die Londoner Wohnung von Kinderbuchverleger Philip Markham (Michael Friese) und seiner Frau Joanne (Inga Schmitz). Ihre Abwesenheit wollen nicht nur das Au-Pair-Mädchen Sylvia (Karin Kankowski) und Innenarchitekt Alistair Spenlow (Matthias Rausch) zu einem Schäferstündchen nutzen. Auch Henry Lodge (Jürgen Tschuschke) und sein Frau Linda (Martina Hoffmeister) möchten, natürlich unabhängig voneinander, in der sturmfreien Bude ein erotisches Abenteuer erleben. Als Philip dann doch zuhause bleiben will – er hat einen eindeutig zweideutigen Brief gefunden – ist das Chaos komplett. Auftritt von schrägen, hemmungslosen, prüden und poetischen Typen, Verwechslungen, Ausreden, vertauschte Rollen, gepaart mit Situationskomik und frechem Wortwitz. Die Turbulenzen und Verwicklungen aus geplanten und ungeplanten, gewollten und nicht gewollten Liebesabenteuern nehmen ihren Lauf. Und nicht zu vergessen das neue ovale Bett des Verlegerehepaares. Wie das Chaos endet, ob wieder zusammenfindet, was zusammen gehört und wer Bello, Schnauzi, Bronko und Schmusewuff sind, wird noch nicht verraten.

Die Laika kann sich seit vielen Jahren auf ihr treues Publikum verlassen. 1991 gegründet, hat sie sich ein Stammpublikum erspielt. Nicht nur für Katernberger sind die jährlichen Aufführungen im Vereinshaus, von Anfang an Heimstätte der Truppe, ein fester Termin im Kalender. Auch diesmal waren innerhalb von ein paar Tagen die meisten Vorstellungen ausverkauft, für das letzte Wochenende gibt es Restkarten.

Alles wird in Eigenregie gestaltet, von der gemeinsamen Stückauswahl über den Bühnenbau bis zur Gestaltung von Eintrittskarten und Plakaten. Neue Helfer und Mitspieler sind gerne gesehen. Ein Großteil der Einnahmen geht in die Unterstützung der Kirchengemeinde und anderer sozialer Einrichtungen am Katernberg.