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Wuppertaler Kita wünscht sich robuste Spielsachen

Gut für Wuppertal : Kita wünscht sich robuste Spielsachen

Mit dem Dreirad in die Natur. Waldorfhaus setzt auf Hilfe der Aktion „Gut für Wuppertal“.

Das Waldorfhaus Wuppertal ist eine Kita, die Eltern vor mehr als 25 Jahren gegründet haben. Seit gut 15 Jahren sind die drei Gruppen mit 60 Kindern am Kothen in einem Neubau untergebracht. Vor neun Jahren wurde die Kita zum Familienzentrum ernannt. Neben einer großen Grünfläche zum Toben gibt es neben dem Haus auch eine befestigte Fläche, auf der die Kinder gerne Dreirad fahren. „Die alten Dreiräder haben 15 Jahre gehalten und wir haben sie auch schon repariert. Aber jetzt sind sie durch“, erzählt die Kita-Leiterin Stephanie Birkenstock. Deshalb wirbt sie auf der Spendenplattform „Gut für Wuppertal“ um Spenden für Spielsachen und Fahrzeuge für den Außenbereich.

„Wir sind sehr viel draußen in der Natur, damit die Kinder ihre Motorik üben und ein Gegengewicht haben zu elektronischen Medien“, sagt Stephanie Birkenstock. Grundlegend für die Waldorf-Pädagogik sind die vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Licht. Den Erzieherinnen ist es wichtig, dass die Stadtkinder erleben können, wie Regen die Erde verändert, dass sie auf Bäume klettern können und den Sand an ihren Füßen spüren. Vergangenes Jahr ermöglichten die Spenden von Gut für Wuppertal schon einen Wasserspielplatz. Dieses Jahr sollen neben Schaufeln und Wippbrettern vor allem neue Dreiräder angeschafft werden.

Dabei reichen für die intensive Nutzung im Kindergarten keine normalen Dreiräder; die Fahrzeuge müssen enormen Anforderungen Stand halten und alle Sicherheitsbestimmungen erfüllen. „Dreiräder in Kita-Qualität kosten rund 400 Euro pro Stück“, berichtet die Kita-Leiterin. Doppeldreiräder, bei denen hinten drauf noch ein zweites Kind stehen kann, kommen sogar auf rund 500 Euro.

Das Waldorfhaus hat auf Gut für Wuppertal 600 Euro für zwei „Kindertaxen“ sowie 200 Euro für Sandspielzeug, 400 Euro für Gartenwerkzeuge für Kinder und noch 150 Euro für Samen und Pflanzen eingestellt. „Wir hoffen, dass wir bis zum Frühjahr alles anschaffen können“, sagt Stephanie Birkenstock. „Neben sportlichen Aktivitäten fördern verschiedene Fahrzeuge spielerisch sowohl die motorische Fähigkeiten als auch die Sozialkompetenz der Kinder im Umgang miteinander.“ Schon jetzt fragen manche Kinder, ob sie ihre Bobbycars von zu Hause mitbringen sollen. Diese sind jedoch nicht stabil genug für den Einsatz in der Kita.

Mit dem Beginn des Frühjahrs wollen die Erzieherinnen außerdem mit den Kindern Beete bepflanzen. Jede Gruppe im Haus besitzt ein eigenes Stückchen Nutz- und Ziergarten. So können die Kinder sehen, wie lange Pflanzen brauchen, um zu wachsen. Sie sehen Blumen erblühen und können mit viel Geduld am Ende ihr eigenes Gemüse ernten.

waldorfhaus.de