Wuppertaler Karl-Heinz Emde erhält das Bundesverdienstkreuz

Auszeichnung : Bundesverdienstkreuz für Emde

Jahrzehntelanges Engagement im sozialen Bereich geehrt.

Hohe Auszeichnung für Karl-Heinz Emde. Der 78 Jahre alte, langjährige Vorsitzende und jetzige Ehrenvorsitzende des Rotter Bürgervereins (RBV) ist am Dienstag im Rathaus mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Oberbürgermeister Andreas Mucke überreichte den Bundesverdienstorden der Bundesrepublik Deutschland und eine Urkunde im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Mit der Auszeichnung wird das jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement Emdes in dem Barmer Stadtteil gewürdigt.

1971 war Emde in den RBV eingetreten, 1992 wurde er Vorsitzender des Vereins. Seit 1972 organisiert der Bürgerverein das jährliche Unicef-Kinder- und Herbstfest. In Rahmen dieses Festes wurden bislang über 140 000 Euro für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen gespendet. Aus weiteren Einnahmen des Festes kamen rund 235 000 Euro zusammen, die für gemeinnützige Zwecke im Stadtteil bereitgestellt wurden. Damit finanzierte der Verein unter anderem Spielgeräte für die Spielplätze im Quartier, unterstützte Schulen, Kindergärten und Jugendeinrichtungen am Rott. So wurde etwa der Wiederaufbau des 1987 abgebrannten Spielplatzhauses Schönebecker Busch, die Einrichtung der Junior Uni oder der Bau der Nordbahntrasse bezuschusst.

Karl-Heinz Emde sei „erster Ansprechpartner für mögliche und unmögliche Angelegenheiten“ in seinem Stadtteil, sagte OB Mucke in seiner Laudatio. Der frisch gebackene Träger des Bundesverdienstkreuzes sei „eine Institution auf dem Rott“. Er habe 25 Jahre an der Spitze des Bürgervereins gestanden, sein Engagement für das Ehrenamt sei ihm eine „Herzensangelegenheit“. Dass Emde im Einsatz für die Interessen seines Stadtteils gegenüber der Stadtverwaltung durchaus fordernd und hartnäckig auftreten konnte, räumte Mucke anerkennend ein.

In seiner Dankesrede verwies Emde darauf, dass er in seinem ehrenamtlichen Einsatz durch Familie, Freunde, Bekannte und Vereinsmitglieder unterstützt worden sei. Er würdigte zahlreiche Mitstreiter und -streiterinnen namentlich. Dabei ließ der 78-Jährige auch nicht unerwähnt, dass seine Frau Karola ihn in seiner Arbeit stets „unterstützt und kritisch begleitet“ habe. Das betraf vor allem seine „Schreiben an Verwaltung und sonstige Institutionen“, die seine Frau korrigiert hatte.

Vorgeschlagen für die Auszeichnung worden war Karl-Heinz Emde im vergangenen Jahr von dem früheren Vorstandsvorsitzenden des Stadtverbands der Bürger- und Bezirksvereine Wuppertal, Wolfgang Baumann. Das Bundesverdienstkreuz ist die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Eine finanzielle Zuwendung ist damit nicht verbunden. bos