1. NRW
  2. Wuppertal

Wuppertaler Jugendliche wollen eigene Pizza backen

Gut für Wuppertal : Jugendliche wollen eigene Pizza backen

Gruppe der landeskirchlichen Gemeinschaft sammelt im Internet Geld für einen Ofen.

Die landeskirchliche Gemeinschaft Wuppertal e.V. würde gerne einen eigenen Pizzaofen im Garten stehen haben. Dafür hat sie jetzt einen Spendenaufruf auf der Internetplattform Gut für Wuppertal gestartet. Jeder, der das Projekt gutheißt, kann mit einem kleinen Beitrag helfen, es zu verwirklichen.

Die Initiatoren des Projektes waren die Mitglieder des Teenkreises, berichtet Prediger und Gruppenleiter Matthias Stempfle. Die interkulturelle Gruppe, bestehend aus rund zehn Personen im Alter von 13 bis 19 Jahren, trifft sich einmal die Woche – immer freitags von 17.30-19 Uhr. „Wir kochen oft zusammen, wenn wir uns treffen. Irgendwann kam einem Mitglied die Idee, dass es doch schön wäre, einen eigenen Pizzaofen zu bauen“, berichtet Stempfle. Dafür sei aber Geld nötig, genauer gesagt 500 Euro. Besonders schön findet Stempfle, dass die Idee den Gruppenzusammenhalt noch einmal stärken wird. Für Jugendliche aus benachteiligtem Umfeld sei es außerdem eine wichtige Erfahrung, selbst etwas gestalten zu können.

Für die landeskirchliche Gemeinschaft ist es das erste Projekt, das auf diesem Wege finanziert werden soll. „Es ist sozusagen eine Probe“, erklärt Matthias Stempfle. „Auch um zu schauen, ob in Zukunft weitere Projekte über die Plattform finanziert werden können.“

 Gut für Wuppertal neu 2019
Gut für Wuppertal neu 2019 Foto: Gut für Wuppertal

Nach den ersten zehn Monaten zieht er eine positive Bilanz. „Wir waren überrascht davon, wie schnell das Geld zusammenkommt“, betont er. Knapp die Hälfte, nämlich 46 Prozent, sei bislang finanziert, den Rest werde wie geplant die Gemeinschaft als Verein selbst tragen. Schön findet Stempfle, dass auch die WSW und die Sparkasse einen kleinen Teil gespendet haben.

Für den Ofen wurden diverse Gerätschaften benötigt: Etwa Pflastersteine, Mörtel, Terrassenplatten, ein Ofenrohr, ein Grillrost und eine Ofentür. Außerdem eine Schamotteplatte, also eine Platte aus feuerfestem Material, die die Hitze im Ofen etwas dämmt und ein Bimethalthermometer, das die Temperatur anzeigt.

Bis zum Aufbau des Pizzaofens wird aber noch einige Zeit ins Land gehen. Noch sei es draußen zu kalt, begründet Stempfle. „Aber wenn es etwas wärmer wird, können wir beginnen.“ Und der Ofen soll dann nicht nur für den Teenkreis nutzbar sein, sondern auch bei anderen Veranstaltungen oder Festen hungrige Gäste und Gemeindemitglieder versorgen. „Wir laden zudem alle Spender ein, bei der Premiere des Ofens dabei zu sein“, verkündet Stempfle. Und wenn der Ofen erst einmal fertig ist, freut auch er sich auf seine erste Pizza daraus: „Am liebsten eine mit Schinken und Jalapenos“, sagt er.