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Wuppertaler Immobilientag: Die niedrigen Preise sind ein Plus

Wuppertaler Immobilientag: Die niedrigen Preise sind ein Plus

In der Sparkasse informieren sich gut 5000 Besucher über das Angebot in Wuppertal.

Wuppertal. Sonne, Palmen, Pool und eine Yacht. Christian Terwald ist begeistert von dem Werbefilm, der bei Produktidee Immobilien in Endlosschleife läuft. „Da kann man’s aushalten.“ Gegen die mediterranen Träume steht indessen die bergische Wirklichkeit, die für den Besucher aus Haan offensichtlich durchaus ihre Reize besitzt. „Im Düsseldorfer Speckgürtel kriegt man ja nichts Preiswertes mehr“, sagt er, der sich am Samstag beim 31. Wuppertaler Immobilientag in der Stadtsparkasse nach Wohnperspektiven umgesehen hat.

„Wuppertal profitiert von vernünftigen Preisen“, bestätigt auch Sparkassenmitarbeiter Jürgen Harmke das Anliegen vieler Besucher. Ergebnis ist, dass der Immobilientag einen Rekordbesuch verzeichnete. Gut 5000 Gäste nutzten das breite Angebot, das 54 Messeständen und 22 Vorträge umfasste.

„Nichts ist so teuer wie die eingesparte Fachkraft“, warnt Holger Wanzke vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte in seinem Referat „Preis o.k.? Infos zu Immobilienpreisen im Internet“. Was dort geboten wird, kann offenbar seine Tücken haben. So zeigt Wanzke die angepriesene „ruhige Anliegerstraße im Grünen“ in ihrer bitteren Wirklichkeit: ein Wohnsilo mit Rasen, der in Wahrheit an die Autobahn grenzt. Käufer und Verkäufer haben nun mal ihre sehr unterschiedlichen Interessen.

Diesem Umstand trug die Sparkasse Rechnung, indem sie Vorträge für Immobilienbesitzer und solche für Immobilieninteressenten anbot. 75 Teilnehmer hatten sich allein für das Referat „Mit der neuen Heizung Kohle sparen“ angemeldet. 135 Zuhörer waren laut Harmke letztlich erschienen. „Mit einem solchen Ergebnis können wir sehr zufrieden sein.“

Energetische Sanierung, Schimmelpilz, Einbruchsrisiko und Fenstertausch waren weitere Themen. Ricarda Baltz lieferte dazu Einblicke in „jüngste Entwicklungen auf dem Wuppertaler Immobilienmarkt“.

Unterdessen hatten Studierende der Bergischen Universität „neue Konzepte für alte Häuser“ erarbeitet und auf Schautafeln präsentiert. Zu sehen war darauf etwa, wie eine real im Stadtbild existierende Baulücke durch ein externes Treppenhaus gefüllt und die bestehende Immobilie in ein Passivhaus verwandelt werden könnte.