Wuppertaler Immobilienbesitzer will weiter neue Bäume anpflanzen

Nachgehakt : Immobilienbesitzer will neue Bäume

Am Arrenberg hatte es im Januar Diskussionen um Fällungen gegeben.

Für die letzten Bäume, die im Januar auf dem Grundstück an der Moritzstraße/Ecke Friedrich-Ebert-Straße gefällt worden sind, gibt es noch immer keine Ersatzpflanzungen. Immobilienkaufmann Stefan Schoppmann, der nach dem Kauf des Geländes gleich den Zorn der direkten Nachbarschaft am Arrenberg auf sich zog, verteidigte seinerzeit auf WZ-Anfrage die Fällung, versprach aber Bürgermeisterin Bettina Brücher (Grüne) drei Ersatzbäume auf dem Hof zu pflanzen. Inzwischen mehren sich die Stimmen der Anwohner, die fragen, wo denn diese Bäume seien.

„Mich hat es schon gewundert, dass Bürgermeisterin Bettina Brücher sich nicht bei mir gemeldet hat“, erklärte Schoppmann jetzt im Gespräch mit der WZ. Seitens der Politik und der Anwohner hätten ihn keine Anfragen mehr erreicht. „Natürlich stehe ich noch zu meinem Versprechen. Die Bäume werden gepflanzt. Allerdings sind die, die ich mir ausgesucht habe, aktuell nicht lieferbar. Daher wird sich das noch weiter verzögern.“ Ende des Monats, so glaubt Schoppmann, sollen die Bäume von einem niederrheinischen Unternehmen geliefert werden. Dass es insgesamt länger gedauert hat, begründet der Immobilienbesitzer damit, dass man ja überhaupt erst seit Oktober Bäume einsetzen könne. Damit er die Fläche auf dem Hof als Parkplatz nutzen könne, sollen es Bäume werden, unter denen gefahrlos Autos stehen können.

Dass er die Bäume aber nur aufgrund der gewonnenen Parkfläche fällen ließ, weist Schoppmann zurück. „Die Kosten für die Arbeiten und die Neupflanzung belaufen sich auf rund 10 000 Euro“, sagt der Kaufmann. Er betont, den Wunsch der Quartier-Bewohner zu respektieren und erfüllen zu wollen.

„Wir haben in unseren letzten Gesprächen auch darüber diskutiert und uns gefragt, wann die versprochenen Bäume wohl kommen“, sagt Kordulla Pfaller von den Grünen, die „den Charme der Straße“ vermisst – jetzt da die Bäume nicht mehr stehen. Dass sich ihre Parteikollegin Bettina Brücher nicht bei Schoppmann gemeldet habe, konnte Pfaller sich nur damit erklären, dass ihr rechtlich die Hände gebunden seien. Es gebe keine Handhabe, da es sich letzten Endes um Privatgelände handele. Sie befürwortet aber die Nachricht, dass Stefan Schoppmann weiter für Ersatz sorgen will. Gerade in Zeiten, wo man ohnehin das Gefühl habe, dass viele Leute vor dem Start der neuen Baumschutzsatzung vorschnell handelten, sei diese Ankündigung eine gute.