Wuppertaler Haus der Kirche erhält einen neuen Eingang

Bauarbeiten : Verwaltungshaus am Kirchplatz erhält einen neuen Eingang

Der evangelische Kirchenkreis gestaltet das Erdgeschoss des Gebäudes zu einem offenen Empfangsbereich um.

. Das Haus der Kirche am Kirchplatz versteckt sich derzeit im Erdgeschoss hinter Holzwänden – wenn auch beklebt mit großflächigen Plakaten. Das soll aber nicht so bleiben: Der evangelische Kirchenkreis baut das Erdgeschoss des Hauses zu einem neuen Empfangsbereich um.

Schon lange habe es Gedanken dazu gegeben, berichtet Philipp Strößer, Leiter des Verwaltungsamts des evangelischen Kirchenkreises. Denn wer bisher ein Anliegen an die Kirche hatte, musste zunächst durch den eher versteckten Eingang zwischen zwei Geschäftslokalen bis in die dritte Etage steigen, konnte erst dort am „Info-Punkt“ fragen, wo der richtige Ansprechpartner zu finden ist. „Das soll nun ins Erdgeschoss verlegt werden“, erklärt Philipp Strößer.

Im Hinblick auf diese Pläne war bereits das linke kleine Ladenlokal, in dem sich lange die Jugendkirche befand, nicht mehr neu bezogen worden. Und als dann noch bekannt wurde, dass das Lotto-Toto-Geschäft auf der rechten Seite des Eingangs zum Jahresende 2018 schließt, war schnell klar, dass man das ganze Erdgeschoss nutzen möchte.

So entsteht jetzt auf rund 100 Quadratmetern ein neuer Raum, der „hell, harmonisch und zeitgemäß“ aussehen soll, wie Philipp Strößer erläutert. Besucher sollen an einer Empfangstheke Auskunft und Hilfe bekommen, in einem Wartebereich soll es Sitzgelegenheiten und weiteres Informationsmaterial über die Kirche und über Veranstaltungen geben. „Der Boden wird hell, dazu werden unsere Farben Grün und Blau bestimmend sein“, erklärt Strößer.

„Jeder soll mit der Kirche
Kontakt aufnehmen können“

Der Bereich wird transparent sein, denn es bleiben Glasfronten zum Platz hin. Auf zwei digitalen Monitoren in den Fenstern wird es Informationen über das Haus und die Angebote der Evangelischen Kirche in Wuppertal geben – rund um die Uhr. Und der Eingang wird aus einer breiten Schiebetür bestehen.

„Jeder soll mit der Kirche Kontakt aufnehmen können“, erklärt Philipp Strößer das Konzept. Besucher mit einem Anliegen an das kirchliche Verwaltungsamt sollen schneller an die richtige Stelle weitergeleitet werden, auch Fragen zu Wohnungsangeboten in den evangelischen Gemeinden sollen schnell beantwortet werden. Willkommen sei „aber auch jeder, der einfach eine Frage hat“, so Strößer. Der Empfangsbereich werde „Visitenkarte der Evangelischen Kirche“ in der Innenstadt. „Wir möchten uns damit für alle Menschen, die an unserer Arbeit interessiert sind, öffnen und zugänglich sein.“

Das soll auch den Kirchplatz weiterentwickeln. „Das ist uns ein Anliegen“, betont Strößer. Der Umbau ergänze die bisherigen Bemühungen des Kirchenkreises um die Gestaltung des Platzes: Die Citykirche und deren neue Beleuchtung, die Kircheneintrittsstelle, das Weltcafé mit der Außengastronomie, die neuen barrierefreien CVJM-Räume, das Taubenhaus und dann der neue Empfang als zentrale Anlaufstelle „setzen deutliche Zeichen am Kirchplatz“.

Einen niedrigen sechsstelligen Betrag investiert der Kirchenkreis in die Umbauten. Begonnen haben die Arbeiten Anfang des Jahres, aktuell sind gerade die bestehenden Schaufenster entfernt worden, bevor die neuen Scheiben eingesetzt werden. Zudem wird der Estrich neu gemacht. Dabei gilt es, die unterschiedlichen Höhenniveaus der Geschäfte und des bisherigen Eingangsbereichs auf eines anzugleichen. Im Sommer soll alles fertig sein. Dann werde man die Eröffnung auch mit einer kleinen Feier begehen, kündigt Philpp Strößer an.