Wuppertaler Grundschüler weihen ihren Neubau mit Schulfest ein

Einweihung : Grundschüler weihen ihren Neubau mit Schulfest ein

An der Kruppstraße wurde am Freitag gefeiert. Ganz fertig ist das neue Gebäude aber nicht.

Hell, großzügig, freundlich – am Freitag präsentierte die Grundschule Kruppstraße ihre neuen Räume der Öffentlichkeit. Mit einem Schulfest und Tag der offenen Tür feierten sie ihren Umzug in den Neubau. Viele interessierte Besucher strömten herbei. Ganz fertig geworden ist die Schule allerdings noch nicht: Der Schulhof wird noch gebaut, betreten wird die Schule derzeit über Behelfszugänge auf der hinteren Seite des Neubaus. Das tat der allgemeinen Begeisterung jedoch keinen Abbruch: „Die Schule ist toll geworden! Eine sehr angenehme Atmosphäre“, lobte Mutter Romy Böttger. Auch die Akustik sei hervorragend: „Während des Unterrichts bleibt es schön ruhig.“

Begeistert ist auch der Schulleiter Holger Schwaner: „Das Gebäude bietet uns eine Vielfalt von Möglichkeiten, die wir jetzt nutzen können“, schwärmt er und lobt das „Gefühl der Offenheit“. Fast alle Wünsche, die Lehrer, Eltern und Schüler in einer kurzen Phase 0 zusammengetragen hatten, seien umgesetzt worden. „Nur das von den Schülern gewünschte Schwimmbad auf dem Dach hat nicht geklappt.“ Doch ansonsten haben Lehrer und Schüler beste Voraussetzungen, sich hier wohl zu fühlen.

Jeder Klassenraum hat nun einen angeschlossenen Differenzierungsraum, um die Klasse zu teilen. Teilweise können zwei Differenzierungsräume zu einem großen zusammengefasst werden. Gemütliche Nischen im Flur mit Sitzbänken bieten weitere Möglichkeiten, in Kleingruppen zu lernen. „Die Klassenräume hier sind besser, auch leiser“, findet auch Schüler Tom (8 Jahre). Alle Klassenräume befinden sich im ersten Stock.

Für Unterricht und AGs
gibt es ein Forscherlabor

Im Erdgeschoss sind Fachräume, Sekretariat und Ogata untergebracht. „Aber all unsere Räume sind ganztägig gedacht“, betont Holger Schwaner. So kann der Betreuungsraum („Schulclub“) mit seiner Küche vormittags von den Klassen benutzt werden, etwa um Plätzchen zu backen oder eine Gemüsesuppe zu kochen. Im Forscherlabor beschäftigen sich die Kinder vormittags klassenweise mit Naturwissenschaften, nachmittags in AGs.

Im Garderobenraum findet jedes Kind sein eigenes Schließfach, in das Tornister, Jacke und Sportbeutel hineinpassen. Der Bewegungsraum mit variabel einsetzbaren Raumelementen lädt zum Toben und Balancieren ein. Daneben schließt sich ein Kunst- und Werkraum an. Die Schülertoiletten sind sowohl von innen als auch vom Schulhof aus zugänglich. Das Treppenhaus zur darüber liegenden Gesamtschule hingegen bleibt normalerweise verschlossen und wird nur im Notfall geöffnet.

Besonders freut sich der Schulleiter über das großzügige Foyer, das bis zu 250 Personen Platz bietet: „Das war ein großer Wunsch von mir.“ Dort fand auch die offizielle Einweihung des neuen Gebäudes statt. Die moderne Mensa mit ihrer Glasfront auf den nun aus seinem Rohr befreiten Hasenbergbach lässt sich zum Foyer hin öffnen. Eine Galerie einen Stock höher bietet weiteren Platz. In der zukünftigen Bücherei klaffen derzeit noch leere Regale und Schränke. In vielen (Neben-)Räumen stapeln sich Umzugskartons. Es wartet noch einige Arbeit auf die Lehrer.

Ihr großer Chillraum mit weitem Blick und Sofa sowie eine kleine Teeküche entschädigen sie dafür. Außerdem haben die zwölf Lehrer ein großes Lehrerzimmer sowie einen kleineren Raum mit PCs und einen Konferenzraum zur Verfügung. „Wir haben jetzt mehr als doppelt so viel Raum als vorher zur Verfügung“, freut sich Holger Schwaner. Bis Weihnachten, spätestens im Laufe des nächsten Jahres sollen auch die Restarbeiten erledigt sein. Dann haben die 206 Schüler beste Lernmöglichkeiten. Die allermeisten von ihnen bleiben entweder bis 14 Uhr oder bis 16 Uhr in der Schule; in den neuen, barrierefreien Räumen können sie sich rundum wohl fühlen.

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