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Wuppertaler genießen die Aussichten

Wuppertaler genießen die Aussichten

Der Toelleturm und der Elisenturm bieten den schönsten Blick auf die Stadt. Die WZ ist die Stufen mit Besuchern hochgestiegen.

Wuppertal. 146 Stufen geht es 26 Meter hoch. Schon der Aufstieg ist abenteuerlich. Eine steile und enge Wendeltreppe führt hoch bis zur Aussichtsplattform. Draußen ist es sommerlich warm. Umso drückender die Luft, die im Turm mit den Händen beinahe greifbar scheint. Oben angekommen, wird der Aussichtspunkt nicht nur vom Wind, sondern auch vom Atem der Geschichte umweht.

Foto: Uwe Schinkel (2) / Gerhard Bartsch (2)

Die Fassade und die alten Mauern des Toelleturms sind erhalten geblieben. An die Restauration im Jahr 1990 erinnert eine Bronzetafel im Erdgeschoss. Das Besondere aber ist der Blick.

Foto: Uwe Schinkel (2) / Gerhard Bartsch (2)

Auf dem Turm wird der Besucher zum Herrn über die Stadt. Klitzekleine Häuser mit Fenstern so groß wie Stecknadelköpfe liegen schemenhaft in der Ferne. Wälder und Felder sorgen für satte Grüntöne.

Foto: Uwe Schinkel (2) / Gerhard Bartsch (2)

Hingeschaut

„Bei klarer Sicht kann man bis zum Düsseldorfer Fernsehturm schauen“, sagt Christina Hertrampf vom Barmer Verschönerungsverein, in dessen Obhut sich der Turm befindet. Von April bis Oktober an Sonn- und Feiertagen (bei schönem Wetter) ist der Turm für alle, die hoch hinaus wollen, geöffnet. „Dann kann man mal sehen, wie schön grün Wuppertal eigentlich ist“, schwärmt Gisela Isenberg, die regelmäßig die Landschaft auf der Südseite genießt. Im Norden und Westen breitet sich die Infrastruktur von Städten wie Bochum, Düsseldorf oder Mettmann aus. „Das ist eine tolle Fernsicht. Dabei entsteht ein echtes Freiheitsgefühl“, sagt Besucher Heinz Becker, der bald darauf im Innenbereich des Turmes verschwindet. 146 Stufen wieder runter.

Wuppertal aus der Vogelperspektive erleben Jürgen Laubner und Angela Horstkotte-Kaluza beim Besuch des Elisenturms inmitten des Botanischen Gartens. Knapp 22 Meter ist das Bauwerk hoch, das eine 360 Grad Rundumperspektive ermöglicht. Von Elberfeld aus startet Jürgen Laubner seine Stadtführung aus der Luft: „Dort hinten erkennt man das Heizkraftwerk. Und hinter dem Schornstein befindet sich die Firma Bayer.“

Weiter geht es nach Küllenhahn und Unterbarmen. „Von hier aus kann man ganz Wuppertal erklären“, betont Jürgen Laubner und auch seine Begleiterin stellt fest: „Überall ragen historische Kirchtürme aus der Landschaft heraus. Das sieht aus, als ob Wuppertal früher aus kleinen Ortschaften bestand.“ Zwischen den Bäumen schlängelt sich die Schwebebahn an den Häuserzeilen vorbei. Auf der Hardt sind spielende Kinder und Sonnenanbeter zu sehen. „Das sind Bilder wie von einer Postkarte“, sagt Elisenturm-Besucherin Anne Peschel - trotz ihrer Höhenangst.