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Wuppertaler Gemüseackerdemie zeigt Kindern, wo das Essen wächst

Gut für Wuppertal : Kindern zeigen, wo das Essen wächst

Die Gemüse-Ackerdemie arbeitet mit Schulen zusammen und sammelt Spenden.

. Ein Beet anlegen, Gemüse säen und zusehen, wie es langsam wächst – in der Gemüse-Ackerdemie erleben Kinder die Natur und lernen, wo Lebensmittel herkommen. Die Berliner Initiative bietet ihre Dienste auch in Wuppertal an. Damit möglichst viele Schulen daran teilnehmen können, sammelt die Gemüse-Ackerdemie auf Gut für Wuppertal Spenden. Als erster Wuppertaler Projektteilnehmer beginnt die Freie Schule mit dem Gemüseanbau.

Die Initiative bietet verschiedene Konzepte an: In der Ackerschule legen die Schüler auf einem geeigneten Gelände ihren „Acker“ an. In den Gemüseklassen werden spezielle Beete in die Klassenräume gestellt. Dort können die Schüler dann auf kleinem Raum Kräuter, Bohnen und Pflanzen wie Mangold anpflanzen. „Es geht auch darum, dass die Kinder verschiedene Arten kennenlernen und verschiedene Geschmackserlebnisse haben“, erklärt Rebecca Rank von der Gemüse-Ackerdemie.

Die Gemüseklassen richten sich an dritte und vierte Klassen und laufen über 20 Wochen. Jede Woche soll es eine Gemüsestunde geben, in der die Kinder nicht nur ihr Gemüse anbauen, sondern sich auch spielerisch mit Naturzusammenhängen, Lebensmittelhandel, Gesundheit und Ernährung auseinandersetzen.

Die Ackerschule läuft das ganze Jahr über und ist insbesondere für dritte bis siebte Klassen gedacht, oft auch Teil des Offenen Ganztags. Im Moment beschäftigen sich die Kinder mit Themen wie dem globalem Ackerbau: Wo kommen Tomaten im Winter her? Was bedeutet das für die jeweiligen Länder? Oder die Schüler bestimmen die Qualität des Bodens, auf dem sie Gemüse pflanzen wollen. Jede Woche verschickt die Ackerdemie Anregungen für den Unterricht inklusive Unterrichtsmaterial.

Ab April beginnen die Kinder, ihren Boden zu bestellen. Sie graben um, säen und pflanzen. Wenn die ersten Möhren oder Radieschen geerntet werden können, ist die Freude groß.

„Wir wollen das Programm langfristig anlegen“, betont Rebecca Rank. Ein wichtiger Aspekt sei das Schulen der Lehrkräfte. Damit auch Schulen in sozialen Brennpunkten teilnehmen können, wird der Eigenbeitrag an die jeweiligen Möglichkeiten angepasst. Ein Großteil des Projektes wird jedoch aus Spenden finanziert.