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Wuppertaler folgen der Maskenpflicht

Viele tragen Schutz auch auf der Straße : Wuppertaler folgen der Maskenpflicht

Seit Montag gilt: Beim Einkaufen sowie in Bus und Bahn müssen Mund und Nase bedeckt sein – mit einer Maske, einem Mund-Nase-Schutz oder einem Tuch. Die meisten Wuppertaler haben sich daran gehalten.

So war in der Elberfelder Innenstadt eine große Akzeptanz der Maskenpflicht zu erleben. Es gab selbst außerhalb der Geschäfte nur wenige, die keinen Mund-Nase-Schutz trugen. Viele Geschäfte weisen vor der Tür darauf hin, dass Kunden nur mit „Maske“ eintreten dürfen. Einige Geschäfte haben zusätzliche Maßnahmen ergriffen, etwa Ein- und Ausgänge getrennt. 

Jochen und Marita Turck waren auf der Poststraße mit Masken unterwegs – mit gekauften handgenähten Masken. „Für mich ergibt das Sinn“, sagt Jochen Turck. Sie hätten sich die Masken besorgt, als die Pflicht bekannt wurde. Aber sie hielten die Maßnahme auch für sinnvoll.

Johanna Malcherek hatte ein Tuch um den Hals, das sie sich über Mund und Nase schiebt, wenn sie in Geschäfte geht. Ob sie die Maskenpflicht gut findet? Sie atmet lange durch. „Nicht so wirklich, das sieht schon ein bisschen blöd aus“, sagt sie lachend. Aber abgesehen davon sei das schon nachvollziehbar.

Sylvia Kaulitz vom Bekleidungsgeschäft „Tredy“ lobt, die Kunden seien sehr verantwortungsbewusst: Die kämen schon seit vergangener Woche mehrheitlich mit Masken. „Wir können hier auch nicht so viel Abstand halten wie im Supermarkt“, sagt sie. Da sei das schon sicherer für beide Seiten.

Eine Passantin, die anonym bleiben wollte, kritisiert den Zeitpunkt der Maskenpflicht: Hätte die Politik sie früher beschlossen, hätten die Geschäfte aufbleiben können. „Man hat viel zu spät reagiert“, findet sie.

Entspannt betrachtet Thomas Helbig von der ISG Barmen-Werth und der IG Barmen die Maskenpflicht: „Das scheint unkompliziert zu sein.“ Seiner Schätzung nach laufen schon draußen 50 Prozent der Passanten mit Maske herum. Die gleiche Einschätzung hat Matthias Zenker von der Elberfelder Werbegemeinschaft IG1 für die Elberfelder Innenstadt. Sein Optiker-Geschäft beträten alle brav mit Maske. Und er habe in anderen Geschäften erlebt, dass Kunden ohne Maske zurückgeschickt wurden. Er befürchtet nur, dass die Auflagen den „Spaß am Shoppen“ beeinträchtigen. Das Warten vor Geschäften sei bei Sonne noch erträglich, „aber was ist, wenn es regnet?“

Auch die Fahrgäste des Nahverkehrs scheinen sich an die neue Pflicht zu halten. In der Schwebebahn fuhren vor dem Ausfall nur Menschen mit Maske. Und an den Haltestellen tragen alle Wartende eine – im Gesicht oder einsatzbereit unter dem Kinn hängend. Stadtwerke-Sprecher Holger Stephan berichtet, nach den Rückmeldungen der Fahrer seien „die allermeisten“ mit Maske unterwegs. 

Oberbürgermeister Andreas Mucke hat auch einen guten Eindruck, viele hätten schon am Wochenende Masken getragen: „Ich finde es gut, dass sich die allermeisten daran halten.“ Das trage zum gegenseitigen Schutz bei.