Wuppertaler finden Gefallen am Stadtradeln und wünschen sich mehr

Umfrage : Stadtradeln: Zuspruch und Forderungen

Wuppertals Radfahrer befürworten die Aktion, wünschen sich aber mehr Sicherheit.

„Stadtradeln“ geht für die Stadt Wuppertal in die zweite Runde und soll die Menschen drei Wochen lang für die alternative Mobilität sensibilisieren. An der Premiere im vergangenen Jahr hatten sich rund 1000 Wuppertaler beteiligt, waren insgesamt 268 786 Kilometer geradelt (Platz 59 unter 856 teilnehmenden Kommunen). Diese Marke soll in diesem Jahr noch verbessert werden, bislang sind knapp 700 Anmeldungen bei der Stadt eingegangen – am 22. Juni geht es los. Am WZ-Mobil erklärten Wuppertaler, was sie von der Aktion halten.

Marlene Maiwald beispielsweise hat an der Trasse ein Plakat gesehen, das die Aktion ankündigt: „Ich werde mich in jedem Fall noch anmelden. Allerdings könnte man noch mehr Werbung machen, etwa am Mirker Bahnhof oder am Café Tacheles, wo sich viele Radfahrer, die davon noch nichts gehört haben, informieren können.“ Sie finde gut, dass sich die Städte und Kommunen miteinander messen. Es sei für die meisten auch kein Problem, die Kilometer aufzuschreiben und am Ende dazu beizutragen, dass in diesem Jahr mehr als 1000 Teilnehmer zusammenkommen.

Lisa Heitmann freut sich über alle Veranstaltungen, die rund um das Fahrradfahren in Wuppertal stattfinden: „Dazu gehören natürlich die Veranstaltungen von Critical Mass und die Fahrten auf der Trasse.“ Teilnehmen könne sie in diesem Jahr urlaubsbedingt leider nicht.

Richard Starke glaubt, dass in diesem Jahr mehr Stadtradler teilnehmen: „Mit der Trasse und dem Bewusstsein, dass Wuppertal Fahrradstadt ist oder werden soll, sollte das hinhauen.“ Er finde die Aktion gut, habe aber davon weder durch Plakate oder sonstige Werbung etwas mitbekommen.

Die Stadt soll sich mehr für die Belange von Radlern einsetzen

Erika Brassel fährt selbst nicht mit und glaubt, dass viele Jugendliche und Ältere teilnehmen werden: „Sport ist doch immer und für jedes Alter gut. Aber die Zahl der Radwege in der Stadt sollte erhöht und mehr Sicherheit auf den Straßen gewährleistet sein.“ Das Thema Sicherheit habe oberste Priorität.

Marc Gerber ist häufig mit dem Rad unterwegs: „Fast täglich lege ich in der Stadt Strecken von A nach B mit dem Rad zurück, weil es praktischer ist.“ Er werde sich auch noch beim Stadtradeln anmelden: „Da kommt bei mir bestimmt eine Menge zusammen.“ Die Werbemaßnahmen für die Aktion sollte man noch verstärken: „Überall dort, wo Fahrradfahrer Pause machen, im Luisenviertel, an der Trasse und den Fahrradläden muss man darauf aufmerksam machen.“

Marie Schmidt hat noch nichts davon mitbekommen: „Aber wenn Freunde sich anmelden, werde ich auch Kilometer sammeln. Außerdem finde ich alles super, das zum Fahrradfahren animiert.“ Mehr Werbung an neuralgischen Punkten könnte eine höhere Teilnehmerzahl bringen.

Uschi Wendt hat Plakate an der Trasse gesehen, wird aber nicht mitfahren können, da sie im Aktionszeitraum Urlaub macht: „Ich finde die Aktion auf der anderen Seite auch sehr halbherzig, da außerhalb der Trasse in Bezug auf sichere Fahrradwege wenig passiert.“ Man müsse sich seitens der Stadt mehr dafür engagieren und wolle sich mit Aktionen wie dem Stadtradeln schmücken. „Es geht um Haltung, aber man müsste den Autofahrern ja etwas wegnehmen.“

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