3400 besonders gefährdete Immobilien Wuppertaler Feuerwehr kann Gebäude nicht rechtzeitig prüfen

Wuppertal · Die Corona-Krise hat das Personalproblem der Feuerwehr verschärft – Brandschauen kommen teils drei Jahre zu spät und decken gravierende Brandschutzmängel auf.

 In manchen Fällen hatte die Brandschau sogar eine Evakuierung zur Folge: Im Sommer 2017 wurde ein Hochhaus an der Heinrich-Böll-Straße in Oberbarmen geräumt, nachdem festgestellt worden war, dass die Fassade aus brennbarem Isoliermaterial bestand.

In manchen Fällen hatte die Brandschau sogar eine Evakuierung zur Folge: Im Sommer 2017 wurde ein Hochhaus an der Heinrich-Böll-Straße in Oberbarmen geräumt, nachdem festgestellt worden war, dass die Fassade aus brennbarem Isoliermaterial bestand.

Foto: Schwartz, Anna (as)

In Wuppertal müssen 3400 besonders gefährdete Gebäude nach dem Landesgesetz regelmäßig von der Feuerwehr in Bezug auf ihren Brandschutz überprüft werden. Wie die WZ nach Anfrage bei der Wuppertaler Wehr erfuhr, sind inzwischen mehr als 700 dieser Objekte nicht im Zeitplan inspiziert worden. Davon werden 500 Gebäude von der Feuerwehr niedrig priorisiert. Sie müssten alle sechs Jahre untersucht werden - doch im Schnitt ist die Feuerwehr nach eigenen Angaben hier drei Jahre in Verzug.