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Wuppertaler FDP schmiedet Pläne für kleine Oase auf der Kleinen Höhe

Stadtentwicklung : FDP will kleine Oase auf der Kleinen Höhe

Die FDP Wuppertal nimmt einen Kurswechsel in der Diskussion um die Entwicklung der Kleinen Höhe vor. Nachdem sich die Partei Jahrzehnte dafür eingesetzt hat, Gewerbe am Stadtrand zu Velbert-Neviges anzusiedeln, verfolgt die Partei nun den Plan, einen Teil der Fläche in ein Naherholungs- und Naturgebiet umzuwandeln.

Die Kleine Höhe ist als Gewerbegebiet im Flächennutzungsplan ausgewiesen. Nachdem der Stadtrat sich vor der Sommerpause mehrheitlich gegen eine Bebauung der Kleinen Höhe mit einer forensischen Einrichtung und für den Erhalt des Grünbereichs ausgesprochen hatte, schlägt die FDP nun eine intensivere Nutzung der Fläche als Naherholungsort für die Wuppertaler vor.

„Wir möchten in Wuppertal nicht einfach den Status Quo bewahren, sondern unsere Stadt nach vorne bringen“, heißt es dazu in einer Mitteilung der FDP. Am Montag stellten der Bundestagsabgeordnete Manfred Todtenhausen, Oberbürgermeister-Kandidat und Landtagsabgeordneter Marcel Hafke sowie Sascha Todtenhausen auf der Kleinen Höhe ihre Pläne vor. Manfred Todtenhausen berichtete, dass er dort bei schönem Wetter an einem Sonntagnachmittag über einen Zeitraum von zwei Stunden nicht mehr als zwölf Spaziergänger und drei Radfahrer gezählt habe. Aktuell diene die Erholungsfläche am ehesten Hundehaltern, eine Aufenthaltsqualität habe sie offensichtlich aber nicht. Der Katernberg sei schon jetzt eines der beliebtesten Wohngebiete in Wuppertal. Das Wohnflächenkonzept der Stadt sehe weitere Wohnbauflächen auf den Elberfelder Nordhöhen vor. Die FDP will dies zum Anlass nehmen, den Erholungswert am Katernberg zu erhöhen.

„Wuppertal kann mehr“, sagt Manfred Todtenhausen und schlägt vor, einen Teil der 25 Hektar großen Fläche der Kleinen Höhe in „eine kleine Oase“ zu verwandeln. „Das sollte unter Beteiligung der Bürger und in Zusammenarbeit mit den Landwirten geschehen, die diese Flächen nutzen“, sagt der FDP-Bundestagsabgeordnete. Die FDP kann sich dort eine Abenteuerspielfläche für Kinder und eine Musterlandwirtschaft vorstellen. Schulgärten könnten von den drei benachbarten Schulen angelegt und bewirtschaftet werden. Außerdem sollen Sportmöglichkeiten geschaffen werden, wie zum Beispiel eine Lauf- und Bewegungsstrecke. Zentraler Anlaufpunkt, wie im Zoo das Okavango, könnten eine Gastronomie oder ein Kiosk sein, wo es nicht nur Erfrischungen gibt, sondern auch eine Ladestation für das Pedelec oder E-Bike zu finden ist.

Marcel Hafke äußerte seine Enttäuschung darüber, dass die CDU den Plänen für die Bundesgartenschau in Wuppertal eine Absage erteilt hat. „Es ist unverständlich, da es sich bei dem Buga-Beschluss des Stadtrates um einen Entscheid unter Vorbehalt handelt. So aber wird die Tür für eine Förderung durch Bund und Land zugeschlagen“, sagt Marcel Hafke. Fördermöglichkeiten für das Naherholungsgebiet Kleine Höhe sollten geprüft werden.

Auf der Kleinen Höhe in naher oder ferner Zukunft Wohnungsbau zu betreiben, lehnt Marcel Hafke ab. „Wir sollten nicht weiter in die Randbebauung gehen, sondern Flächen nutzen, die schon erschlossen sind“, sagt Hafke und weist dabei auch auf „die 100 Schrottimmobilien in der Stadt“ hin. Die Kleine Höhe lasse sich als die zentrale Fläche der Stadt für die notwendigen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen bei Bauvorhaben an anderen Stellen in der Stadt oder der Region nutzen.