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Wuppertaler Ehepaar erzählt vom Leben mit dem Coronavirus

„Man fühlt sich wie ein 90-Jähriger“ : Wuppertaler Ehepaar erzählt vom Leben mit dem Coronavirus

Das Ehepaar Porrmann ist krank und befindet sich in Corona-Quarantäne. Schon der Gang ins Bad ist anstrengend, sagt Stefan Porrmann.

Seit dem 11. März sind Stefan und Claudia Porrmann in Quarantäne. Seitdem steht fest, dass sie sich in Südtirol mit dem Coronavirus infiziert haben. Während es Stefan Porrmann langsam besser geht, hat seine Frau inzwischen stärkere Symptome.

„Vor ein paar Tagen dachten wir, wir sind über den Berg“, erzählt Stefan Porrmann am Telefon. Er hat kein Fieber mehr, nur noch Husten. Er hat noch Kopf- und Gliederschmerzen, ist sehr schlapp: „Man fühlt sich wie ein 90-Jähriger“, berichtet er. Schon ein paar Schritte zur Toilette seien anstrengend.

Aber während es ihm besser geht, hat es seine Frau stärker erwischt. Sie hat jetzt erhöhte Temperatur, ihr bellender Husten ist im Hintergrund zu hören. Sie ist ins Gästezimmer gezogen, während Stefan Porrmann im Schlafzimmer liegt. „Wir sollen uns voneinander fernhalten“, erklärt der 54-Jährige. Manchmal träfen sie sich in der Küche, dann könnten sie sich kurz austauschen. Aber sie hätten auch nicht viel Lust zu reden.

Lebensmittel besorgen Freunde. „Das läuft gut, die rufen auch täglich an“, freut sich Stefan Porrmann. Die Abrechnung hätten sie auf später verschoben. Inzwischen hingen eine Menge Bons am Kühlschrank.

Auch das Gesundheitsamt rufe täglich an, erkundige sich nach ihrem Zustand. „Viel können die auch nicht tun“, weiß Stefan Porrmann. „Die sagen uns, wenn‘s ganz schlimm wird, sollen wir die 112 anrufen.“