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Wuppertaler Diakonie: Neubau für Verwaltung und Kita

Planung : Diakonie: Neubau für Verwaltung und Kita

An der Deewerthstraße werden gut sechs Millionen Euro investiert.

Noch sind die Bagger eifrig mit dem Ausschachten neben dem Verwaltungsgebäude der Diakonie Wuppertal der Evangelischen Kirche  in der Deweerthstraße 117 beschäftigt. Sie schaffen auf dem einstigen bewirtschafteten Parkplatz Raum für eine Tiefgarage mit 31 Stellplätzen, die unter dem Neubau des zukünftigen Gebäudes der Diakonie entstehen soll. Dafür sind vier Stockwerke geplant, die im Erdgeschoss eine Kindertagesstätte, im ersten Stock die Beratungsstelle und in den beiden oberen Etagen die Räume für die Verwaltung beherbergen werden.

Wie Diakoniedirektor Martin Hamburger erläutert, soll die Kindertagesstätte drei Gruppen umfassen und für insgesamt 60 Kinder von zwei bis sechs Jahren geplant sein. „Bisher haben wir nur zwei Gruppen, von denen eine hier in der Deweerthstraße und eine in der Troststraße beheimatet sind“, so Hamburger, der sich freut, dass der Kita dann auch ausreichend Raum im Freien zur Verfügung steht. „Mit der Kita wird es dann auch ein lebendiges Haus mit einem schönen Außengelände.“

Die ambulante Beratungsstelle
kommt in den ersten Stock

„In den ersten Stock kommt dann die ambulante Beratungsstelle“, berichtet Diakonie-Geschäftsführer Thomas Bartsch. „Die bietet dann unter anderem Eltern Hilfe für die Früherziehung, wobei unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch direkt zu den Familien kommen können.“

„In zwei Stockwerken für die Verwaltung werde ich dann auch mein Büro haben“, erklärt Diakoniedirektor Martin Hamburger. In der Tiefgarage will man dann auch den neuzeitlichen Anforderungen Rechnung tragen. „Zu den 31 Stellplätzen kommen  auch Stationen für die Aufladung von E-Bikes und eine  Ladestation für Elektromobile“, verrät die für die Projektsteuerung des geplanten Neubaus zuständige Diana Bienia.

Zeitplan: Mitte 2021
soll die Kita einziehen

Der bisherige Parkplatz war übrigens noch ein Überbleibsel des einstigen Trümmergrundstücks nach dem verheerenden Angriff auf Elberfeld in der Bombennacht vom 24. auf den 25. Juni 1943. „Das Grundstück war zuletzt ein städtischer Parkplatz, auf dem 60 Fahrzeuge parken konnten. Die Plätze, die wir selbst auch genutzt haben,  entfallen nun, aber  in den umliegenden Parkhäusern sind noch ausreichend Unterstellmöglichkeiten“, so Thomas Bartsch, der ausführt: „Wir haben diesen Platz von der Stadt gekauft, wie auch verschiedene andere Grundstücke von privaten Eigentümern.“

„Es  wird ein energieeffizienter Neubau entstehen, bei dem wir die Fernwärme der Wuppertaler Stadtwerke nutzen werden“, stellt Martin Hamburger klar, und  Geschäftsführer Thomas Bartsch betont, dass man Wert auf Barrierefreiheit auf allen Etagen gelegt habe. „Das gilt natürlich auch für die WCs.“

„Noch sind wir in der vorgeschriebenen  Ausschreibungsphase für die einzelnen Ausführungen des Neubaus. Aber wir hoffen, dass sich heimische Firmen gegen die auswärtige Konkurrenz durchsetzen werden“, sagt Projektleiterin Diana Bienia und stellt fest, dass das bisher schon für das Cronenberger Tiefbauunternehmen wie auch für den Architekten und die Bauleitung gegolten habe.

Die Kosten für das Projekt, das insgesamt 1889 Quadratmeter Nutzflächen auf den vier Etagen auf einem 650 Quadratmeter großen Grundstück umfasst, beziffert Geschäftsführer Bartsch auf rund sechs Millionen Euro. „Die muss die Diakonie selbst tragen. Zuschüsse für derartige Einrichtungen gibt es schon lange nicht mehr.“

Als Bauzeit für die neuen Räume hat die Diakonie Wuppertal etwa anderthalb Jahre geplant. „Wir hoffen, dass die Kita Mitte 2021 bezogen werden kann“, zeigt sich Diakoniedirektor Martin Hamburger optimistisch.