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Wuppertaler Chor in der polnischen Partnerstadt

Die Konzertreise der Wuppertaler Kurrende führte unter anderem nach Liegnitz : Flammendes Plädoyer für Freundschaft

Auf ihrer Herbsttournee durch Thüringen und Polen machte die Wuppertaler Kurrende auch Halt in Wuppertals Partnerstadt Liegnitz. „Im prächtigen Barocksaal der Ritterakademie sangen die Knaben und jungen Männerstimmen unter der Leitung von Markus Teutschbein geistliche Chorliteratur vor dicht besetzten Publikumsreihen“, berichtet Kurrende-Manager Tilman Klett.

„Vom sanften und einstimmigen Vaterunser für Flügel (Achim Maertins) und Chor von Arvo Pärt bis hin zur komplexen neunstimmigen Motette ,Unser Leben ist ein Schatten’ reichte das Repertoire der 32 jungen Kulturbotschafter.“ Stadtpräsident Krzakowski habe den Knabenchor und eine Schülergruppe des örtlichen Lyzeums zum gemeinsamen Bankettessen eingeladen. Bei köstlichen polnischen Gerichten habe es intensive Gespräche zwischen den gleichaltrigen jungen Leuten gegeben. Klett: „Abschließend hielt Krzakowski ein flammendes Plädoyer für die europäische Freundschaft und den regen Austausch der Partnerstädte Wuppertal und Liegnitz.“ Für weitere Konzerte reiste die Kurrende, die bei ihrer Reise auch durch das Goethe-Institut und die Stadt Wuppertal unterstützt wurde, dann weiter nach Wroclaw, Saalfeld und Arnstadt.

Um Begegnung und Verständigung, aber auch Flucht, Vertreibung und Krankheit geht es diese Woche im Rahmen der Literaturtage in Schwerin. Tabea Hertzog, geboren 1986, liest am 21. Oktober aus ihrem Buch „Wenn man den Himmel umdreht, ist er ein Meer“, in dem es um eine junge Frau, geht, die die Diagnose  Chronische Niereninsuffizienz erhält, und mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird. Mit Flucht und Vertreibung setzen sich am 23. Oktober Andreas Kossert, und Asal Dardan, Autorin mit persischen Wurzeln, auseinander. „Kossert stellt Flüchtlingsbewegungen in einen geschichtlichen Zusammenhang“, heißt es im Programm: „Immer nah an Einzelschicksalen, zeigt er auf bewegende Weise, welche existenziellen Erfahrungen von Entwurzelung und Anfeindung mit dem Verlust der Heimat einhergehen.“ Und warum es so schwer sein kann, in der neuen Heimat Fuß zu fassen. kas