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Wuppertaler CDU fordert mehr Tempo beim Umbau der Stadtplätze

Stadtentwicklung : CDU fordert mehr Tempo beim Umbau der Stadtplätze

Der angrenzende Einzelhandel brauche schnelle Fortschritte, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Ludger Kineke.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Ludger Kineke hat sich für mehr Tempo in der Umsetzung von Stadtentwicklungsprojekten ausgesprochen. Die Bauarbeiten am Von-der-Heydt-Platz machten zwar Fortschritte, aber „es liegen noch keine Pläne für den nächsten Stadtplatz vor“, kritisiert Kineke. Als ein Beispiel nennt er den Platz am Kolk, wo bald ein Hotel eröffne, aber es für die Neugestaltung noch immer kein Konzept gebe. Die Qualitätsoffensive Innenstadt Elberfeld sei vor Jahren gestartet worden, aber der Einzelhandel benötige insbesondere wegen der Coronakrise schnellere Fortschritte. „Der Einzelhandel hat Zukunft, aber er muss sich verändern und er muss einen höheren Erlebniswert schaffen. Dafür sind attraktive Innenstädte die Voraussetzung“, sagt Kineke.

Innenentwicklung geht vor Außenentwicklung – auf diesen kleinsten Nenner scheinen sich die Ratsfraktionen in der Diskussion um die Ausweisung von Gewerbeflächen und für den Wohnungsbau verständigt zu haben. Diese Strategie soll zu einem sorgsamen Umgang mit Grünflächen am Stadtrand führen. Kineke stellt klar, dass die CDU darunter nicht verstehe, die Außenentwicklung erst dann weiterzuführen, wenn die Innenentwicklung von Brach- und Freiflächen in den Zentren abgeschlossen sei. „Die Innen- und Außenentwicklung muss parallel laufen“, so Kineke. Im Kommunalwahlprogramm der CDU heißt es: „Wir wollen neue Gewerbegebiete ausweisen und ökologisch und klimagerecht gestalten – zum Beispiel an der Spitzenstraße, an der Bahnstraße und der Wiedener Straße. Die Bergische Sonne entwickeln wir zu einem Standort für junge Technologieunternehmen.“

Kineke fordert, dass die Stadt in Zukunft größeren Einfluss darauf nimmt, wie Flächen entwickelt werden und von welchen Branchen sie genutzt werden. Über die Wirtschaftsförderung müsse die Stadt mehr Einfluss auf die Standortentscheidungen nehmen. Allerdings sei die Wirtschaftsförderungsgesellschaft personell zu schwach besetzt.

Hoffnungen setzt die CDU in diesem Punkt auf den neuen Zuschnitt der Dezernate im Verwaltungsvorstand und auf den neuen Beigeordneten Arno Minas, der die Bereiche Wirtschaft und Stadtentwicklung in Einklang bringen soll. „Es muss zumindest geprüft werden, ob über städtebauliche Instrumente Einfluss auf private Eigentümer genommen werden kann, die Schlüsselgrundstücke zum Beispiel für die Erschließung von Gewerbeflächen nicht verkaufen wollen. Die Eigentumsrechte sind ein hohes Gut, aber die Stadt muss sich in diesem Punkt strategisch anders aufstellen. Wuppertal ist eine wachsende Stadt und benötigt Fläche für Wohnen und Gewerbe“, so Ludger Kineke. ab