1. NRW
  2. Wuppertal

Wuppertaler Bürgerantrag zum Thema Gehwerkparken löst Diskussion aus

Politik : Diskussion um Antrag zu Gehwegparken

Viele haben den WZ-Bericht zum Thema in den Sozialen Netzwerken kommentiert. Die meisten Nutzer haben eine Menge Beispiele für Problemstellen im Straßenverkehr.

Ein vom Fahrrad-Aktivisten Ulrich Schmidt eingereichter Bürgerantrag zur Verhinderung von Gehwegparken wurde vom Hauptausschuss an den Ausschuss für Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit weitergeleitet. Der will auf seiner nächsten Sitzung Ende August über den Antrag beraten. Ziel des Antrages ist es härter gegen Pkw-Fahrer vorzugehen, die ihre Autos auf Rad- und Gehwegen parken.

In den Sozialen Netzwerken gab es auf den WZ-Bericht eine Menge Reaktionen. Fast alle, die sich an der Diskussion beteiligten, können eine Menge an Beispielen nennen. Eine Auswahl.

„Es gibt auch Straßenabschnitte, an denen Autofahrer verleitet werden, falsch zu parken. Ich vermute beispielsweise, dass der auf der Westkotter Straße angelegte Radweg im Zuge der Neuasphaltierung bezuschusst, der Parkstreifen talwärts rechts (gravierend) jedoch nicht verbreitert wurde. Infolgedessen ist es quasi geduldet, ab Haltestelle Klingelholl bis zur Münzstraße den Radweg zuzuparken“, stellt Jürgen Schön aus Ennepetal dar.

Christian Wolter bemerkt, dass praktisch fast in der ganzen Stadt gedankenlos auf den Gehwegen geparkt werde – selbst von Polizei und Ordnungsamt. „Hier benötigt es eine eigene Kampagne, um allen die Grundlagen unseres verkehrlichen Zusammenlebens in Erinnerung zu rufen.“

„Wer auf dem Gehweg parkt, macht sich null Gedanken über die Situation mobilitätseingeschränkter Personen, denen er damit einen Weg aufzwingt, der eine potenzielle Gefahr für sie darstellt“, kritisiert Olli Graf.

Frank ter Veld stellt fest, dass „ein weiteres (zunehmendes) Problem Gehwegfahren“ ist. Die Moritzstraße sei ein „gutes“ Beispiel. Der Kfz-Begegnungsverklehr werde in dieser Straße grundsätzlich über den Gehweg abgewickelt.“

„Lieferverkehre neu organisieren,  und nachts gehören Lieferwagen auf Betriebshöfe“, lautet die Meinung von Thomas Weyland.

Ludger Kineke (Fraktionsvorsitzender der CDU) erläutert: „Am Ölberg ist die Parksituation vor allem in den Abendstunden teilweise prekär. Ich habe die Feststellung gemacht, dass tendenziell eher Ortsfremde Halteverbote nicht beachten. Das Ordnungsamt reagiert recht zeitnah auf Ansprache, wenn zum Beispiel eine Ausfahrt versperrt ist.“

„Ich hätte die Siedlungen Dasnöckel und Engelshöhe in Vohwinkel zu bieten: Es wird zwar nicht direkt auf den Gehwegen geparkt, dafür aber so verkehrsbehindernd am Fahrbahnrand, dass die Busse kaum noch durchkommen. Dazu werden auch noch Einmündungs- und Kreuzungsbereiche zugestellt, so dass ein sicheres Überqueren der Fahrbahn für Fußgänger unmöglich ist. Beim Einbiegen ist die Verkehrssituation kaum übersehbar. Hier muss das Autoparken deutlich auf ein verträgliches Maß reduziert werden“, stellt Axel-Walter Sindram (Fahrgastverband Pro Bahn) dar.