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Wuppertaler Bürger wollen einen Park statt Wohnhäuser am Greuel

Initiative stellte Pläne für den Greuel vor : Bürger wollen Park statt Wohnhäuser

Am Greuel soll, wenn es nach der dortigen Bürgerinitiative geht, ein Naherholungspark entstehen. Die Stadt will dort Wohnhäuser bauen lassen.

Am Greuel soll, wenn es nach der dortigen Bürgerinitiative geht, ein Naherholungspark entstehen. Die Stadt Wuppertal hat dort Wohnbebauung geplant, die baldige Offenlegung wurde – nur mit Gegenstimmen der Linken und der Freien Wähler – bereits beschlossen. Dieser Plan soll zurückgenommen werden, so der Wunsch von Christoph Frielingsdorf von der Bürgerinitiative Landschaftsschutz Greuel-Möschenborn.

Bereits seit 1993 setzt sich die Initiative gegen Bebauung oberhalb der alten Straßenbahnstrecke, auf der heute die Bergischen Museumsbahnen verkehren, ein. Im Beisein zweier Cronenberger Kandidaten für die kommende Kommunalwahl, Dagmar Liste-Frinker von den Grünen und Holger Reich von der CDU sowie dem gemeinsamen Oberbürgermeister-Kandidaten der beiden Parteien, Uwe Schneidewind, wurde das Konzept für einen Naherholungspark vorgestellt.

Das Gebiet könnte auch für Touristen interessant sein

Hauptgrund für den Wunsch zum Erhalt der Grünfläche ist, dass die Quelle des Möschenborn-Bachs dort liegt. „Quellen sind per se geschützt“, betont Frielingsdorf und führt weitere Gründe an: „Wir wollen, können und werden nicht akzeptieren, dass mögliche Naherholung für einige wenige zerstört wird, sie ist für alle da“, sagt er mit Bezug auf die geplanten acht bis zehn Einfamilienhäuser. Die Bürgerinitiative würde auch befürworten, wenn die Museumsbahn im Falle der Realisierung des Parks um ein stillgelegtes Teilstück erweitert werden könnte. Gerade durch die Anbindung an die Museumsbahn sowie durch den Ausgangspunkt zu Wanderwegen gebe es ein touristisches Potenzial, das durch den Park erhöht würde.

Der Plan für den Naherholungspark sieht vor, alte Waldstücke auf dem Areal zu erhalten. Daneben soll es eine Streuobstwiese, ein Hundeauslauf-Gebiet und eine Blumenwiese für höhere Artenvielfalt geben. Eine Aufwertung soll auch anhand eines Wanderparkplatzes und einer Sonnenterrasse für Spaziergänger geschehen.

OB-Kandidat Schneidewind konnte dem Projekt nicht seine volle Unterstützung zusichern, er wies auf ein Dilemma der Stadt hin: Entweder könne man den Zuzug von Menschen mit höherem Einkommen fördern, indem naturbelassene Flächen bebaut werden, oder man beließe diese Flächen mit dem Risiko, die ökonomische Situation zu verschärfen. Er lobte aber das Engagement und stellte in den Raum: „Man muss sehen, ob die zehn Häuser den Preis wert sind.“ Grünen-Vertreterin Liste-Frinker stellte sich grundsätzlich hinter die Initiative: „Das Quellgebiet ist ein unglaubliches Pfund.“